99sche Andacht unbegreiflich zu seyn scheint,womit so viele tausend Menschen den Müs-siggang zu heiligen und an der blinden Re-liquienabgötterei sich zu ergötzen suchen.Cöln hat demnach wol weiter nichts, wasdas Sehen verdienen möchte, als den Dom,die St. Peterkirche, die Wasserseite derStadt, mit den vielen Schiffen und Ma-gazinen, und endlich das wirklich sehens-würdige Naturalienkabinet des Herrn Ba-ron von Hüpsch. Wir gingen in den Dom,und blieben bis in tiefen Dunkel darinum in dieſen herlichen Tempel die Schauerdes Erhabenen zu fühlen. Vor der Größeder Meisterwerke fährt der Geist voll Be-wunderung zur Erde, erhebt sich dann wie-derum mit Stolz über das Vollbringen,das nur eine Idee eines Geistes geweſen.Je kühner die Wirkungen der menſchlichenKräfte uns erscheinen, desto höher schwingtsich das Bewußtseyn des Geistes in unsWir fühlen Jahrhun-über ſie hinaus —derte später dem Künstler nach, indem wirdiese Gebäude durchschauen. Der Pompdes hoch sich wölbenden Chors hat einemajestätische Einfalt die alle Vorstellungübertrift. In riesenmäßiger Länge stehenE 2
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Ansichten einer Reise durch das Clevische und einen Theil des Holländischen über Crefeld, Düsseldorff und Elberfeld, mit einigen dabei angestellten ökonomischen Betrachtungen, im Jahre 1794 : Nebst einer zweiten ökonomischen Bereisung der Rheingegenden von Wesel bis Coblenz, im Juni 1794
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