0787Stunden so viel wie möglich mit Andachtauszufüllen. Dieses für uns eben nicht sehrinteressante Spektakel wurde uns inzwi-schen in dem Zirkel unserer Freunde, wel-che mir wieder zu sehen ein ungemeingrosses Verlangen getragen hatten, reich-lich ersetzt, und wenn man sich seinen Wohn-ort wählen könnte; so käme dieser Ort we-gen der vielen guten Menschen, die da-rinn wohnen gewiß unter die Zahl derCompetenten, die mir die Wahl erschwe-ren würden. Die übrige Beschreibung die-ses Ortes werde ich um so füglicher über-gehen können, indem selbige bereits inmeiner vorjährigen holländischen Reisebe-schreibung enthalten seyn dürfte. Mitschwerem Herzen verliessen wir unsere Kan-tischen Freunde und reiseten von ein paarFreunden begleitet über Rheinberg, Hoch-straß, Oerdingen, nach Düsseldorf. ZuHochstraß fanden wir eine zahlreiche Ge-sellschaft aus Meurs und Duisburg, wel-che bei diesen angenehmen und frugalenWirthsleuten, dem Postmeister Pütz sichzu vergnügen suchten.Düsseldorf. Je näher wir dem Düssel-dorf kamen, je fröhlicher schien sich unsdie Aussicht über den Rhein zu öffnen,
Druckschrift
Ansichten einer Reise durch das Clevische und einen Theil des Holländischen über Crefeld, Düsseldorff und Elberfeld, mit einigen dabei angestellten ökonomischen Betrachtungen, im Jahre 1794 : Nebst einer zweiten ökonomischen Bereisung der Rheingegenden von Wesel bis Coblenz, im Juni 1794
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