83übersehen, welche die Lipp= und Ruhrwei-den bei weiten übertreffen. Das Acker-land ist zwar wie an den meisten Strö-men nur von sehr mittelmäßiger Güte,allein es wird doch durch die Besitzer mög-lichst nachgeholfen, und in der Folge nochmehr verbessert werden, wenn die Guts-besitzer den Kleebau mehr erweitern, dieStallfütterung des Rindviehes gemeinermachen, und die Brache abzustellen suchenmöchten. Insbesondere schön ist die Aus-sicht nach Xanten einer angenehmen Stadt1 1/2 Stunden von Wesel entfernt amRheine hingebauet.So saß ich mich selbst vergessen, undblickte in die grünen, jetzt bei dem nie-drigen Wasser wirklich erquickend grünenJellen des Rheins. — So weideten wiruns an den wohlthätigen Viehtriften mitfeistem Viehe bedeckt, wovon öfters we-gen des fetten hohen Grases nur der hal-be Körper zu sehen ist. Die Stadt We-ſel kann unter die Mittelſtaͤdte gezählt wer-den. Unter die Eigenthümlichkeiten die-ser Stadt kann man rechnen, daß wegender in der Festung sich angehäuften Fran-ken von Kriegsgefangenen, die Krankhei-ten bei den übrigen Einwohnern auch häu-
Druckschrift
Ansichten einer Reise durch das Clevische und einen Theil des Holländischen über Crefeld, Düsseldorff und Elberfeld, mit einigen dabei angestellten ökonomischen Betrachtungen, im Jahre 1794 : Nebst einer zweiten ökonomischen Bereisung der Rheingegenden von Wesel bis Coblenz, im Juni 1794
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