58genden Scheibe stehenden, und unaufhör-lich tretenden, aber nie von der Stellekommenden Pferde in Bewegung gesetzt,und wodurch viele tausend Faden zugleichabgehaspelt werden. Wie viel Menſchen-hände werden dadurch nicht erspart. DasPferd sieht mit verbundenen Augen an ei-ner Pfeilen angespannt da, und indemes wie ein jedes anderes Zugpferd fort-schreitet; so glaubt es immer vorwärts zugehn, da es doch wirklich auf einer Stellestehn bleibt, und nur die unter seinen Fü-ßen liegende Scheibe, als das erste Trieb-rad der ganzen großen Maschine in Be-wegung setzt. Das Färben der rohen in-dianischen und italiänischen Seide, dasHaspeln derselben auf Spulen, das Zwir-nen, das Weben zu Tüchern, Bänden,Zeugen, in schwarz und Couleur, in Stof-fen, Grosduturen, Sammten, einfach unddoppelt, mit- und ohne Blumen, istfür einen jeden scharfen Beobachter sehrschön zu sehen. Die hiesige Dammast We-bereien ziehen alle Aufmerksamkeit ganzvorzüglich auf sich. Allein, obgleich diedazu erfoderlichen Handgriffe ganz ſimpelzu seyn scheinen, daß gerade da, was dasKünstlichste in der Sache zu seyn scheint,
Druckschrift
Ansichten einer Reise durch das Clevische und einen Theil des Holländischen über Crefeld, Düsseldorff und Elberfeld, mit einigen dabei angestellten ökonomischen Betrachtungen, im Jahre 1794 : Nebst einer zweiten ökonomischen Bereisung der Rheingegenden von Wesel bis Coblenz, im Juni 1794
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