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Ansichten einer Reise durch das Clevische und einen Theil des Holländischen über Crefeld, Düsseldorff und Elberfeld, mit einigen dabei angestellten ökonomischen Betrachtungen, im Jahre 1794 : Nebst einer zweiten ökonomischen Bereisung der Rheingegenden von Wesel bis Coblenz, im Juni 1794
Entstehung
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52sah hier eine große Prozeßion. Zwar den-ken die gebildeten Einwohner ziemlich freiüber ihre geerbte Religion, aber der ge-meine Mann ist strenge orthodox. DieFeierlichkeit betraf, wie man mir sagte,das St. Victor Fest, als ihren Ober=Schutz-patron, und ersten Heiligen. Diese Pro-zeßion passirte gerade vor meinem Hause,wo ich logirte vorüber. Ein plerrenderHaufen von gemeinen Leuten gingen der-selben vorauf. In den Straßen warenzu beiden Seiten Maien geſteckt. In derHauptkirche war ihrentwegen Gottesdienst,in den daran stoßenden Strassen stand vielVolk, und hin und wieder auch die mitBändern und Blumen überladenen Fah-nenträger. Nun ging der Zug weiter.Voran kamen die Weiber und das Volk,dann die geringe Geistlichkeit, dann dieCanonici mit dem Abte.Montag, den 3ten Juni wurde Kan-ten verlassen, und auf der Reise von Kan-ten nach Crefeld bemerkt, daß nicht weitvon Xanten die Schanze des St. Victor,welcher als General darinn die Stadt Kan-ten lange Zeit gegen die römiſchen Legio-nen vertheidigt haben soll, noch in ihrenRuinen befindlich ist. Hiernächst lehrte