37ewohnern wird die besteden übrigenViehzucht getrieben, da ausser der Hand-lung die Viehzucht und Gartenkunst dieHauptnahrungszweige hiesiger Gegend sind,und der Ackerbau nur als eine Nebensachebetrieben wird. Wegen der zu verhüten-den Inundationen findet man nirgends ei-ne Wassermühle, nur Roß und Windmühlenersetzen die deshalb nöthigen Bedürfnisse.Da der Holländer seinen Nationalgeist aufHandlung richtet, seine Ehre nur in derGrösse der Handlung sucht, und sein Pa-triotismus nur darauf eingeschränkt ist;so wird man leicht begreifen, woher er inden Stand gekommen, gleichsam das Mo-nopolium aller Handlungen aller Reicheder Welt an sich zu ziehen, und die gros-sen Indianischen Königreiche zu erhalten,welche ihm die ausserordentlich vielen Kauf-mannsgüter zuführen, womit er wiederumüberall Markt macht.Die holländische Justizpflege soll sehrschlecht seyn. Die Stadtsobrigkeiten sindzu herrſchſüchtig und eben daher ſind da-rin hauptsächlich die bisherige Klagen derEinwohner über schlechte Regierung zuſuchen geweſen.7
Druckschrift
Ansichten einer Reise durch das Clevische und einen Theil des Holländischen über Crefeld, Düsseldorff und Elberfeld, mit einigen dabei angestellten ökonomischen Betrachtungen, im Jahre 1794 : Nebst einer zweiten ökonomischen Bereisung der Rheingegenden von Wesel bis Coblenz, im Juni 1794
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