412
ZWEITE ABTHEILUNG. NEUNTES HAUPTSTÜCK.
nicht zugeben, die Verhandlungen endeten erst 1707 durchVergleich dahin, dass die Linie zu Eltz zu Üttingen demSohne Philipp Adolfs Friedrich Ernst und Philipp AdolfsWittwe Eva zugestanden, die Einkünfte des RübenacherLehens künftig zwischen beiden Linien von Üttingen undRodendorf gleich zu theilen und den Pfarrsatz alternirenzu lassen, wobei bestimmt wurde, dass die zu Pfarrern Er-nannten stets vom gelben Löwen sein und im Falle Keinerim geistlichen Stande vorhanden oder ungeeignet sei, dassdann die nächsten Anverwandten und Schwesterkinder vomgelben Löwen die Pfarrei haben sollen. Der Lehenbriefvon 1643 wurde nach dem Urtheile des Reichskammer-gerichts dahin abgeändert, und wegen der von der ÜttingerLinie- dreissig Jahre lang aus dem Lehen bezogenen Nutz-niessung der Linie Rodendorf als Ersatz 6000 Reichsthalergezahlt und die bisher gehabten Belehnungskosten gleichgetheilt. 2 5)
Philipp Adolf hatte aus der Ehe mit Eva Freiin vonDchrn Tochter des N. von Dehrn und der N. Ley vonNickenich folgende Kinder:
1) Wolf Adolf Rittmeister starb ledig.
2) Friedrich Ernst Stammhalter. Siehe unten.
3) Anna Barbara heirathete den Franz Volrath vonObentraut. Philipp Adolfs Gattin Eva überlebte ihren Mannund heirathete in zweiter Ehe den Johann Philipp Faustvon Stromberg.
®*