Druckschrift 
1 (1889)
Entstehung
Seite
411
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DIE LINIE ZU ELTZ ZU BLIESCASTEL UND RODENDORF. 4 n

von dem Lehen Besitz nahm. Am 22. März 1677 wurdenHans Jacob und Karl Henrich Gebrüder Herrn zu Eltzund Üttingen als Söhne Hans Antons für sich und ihremännlichen Leibslehenserben mit dem Rübenacher Lehenvon Johann Moriz Fürst zn Nassau in seinem und seinerVettern Moriz Henrich, Johann Franz, Franz Bernard, Hen-rich, Wilhelm Moriz, August Henrich und Henrich Casimiralle Fürsten zu Nassau Namen belehnt und festgesetzt, fürden Fall ihr Mannesstamm aussterbe, Johann Eberhardsselig Bruder Philipp Adolf zu Eltz zu Rodendorf und dessenMannslehenerben, sodann der Mannesstamm seiner Brüder,alle zu Eltz vom gelben Löwen, das Lehen empfangensollten. Dieses den Anordnungen von 1643 und 1663entsprechende Verhältnis missfiel der Linie zu Eltz zuRodendorf. Philipp Adolf Obrist und nach dessen baldhierauf erfolgten Tod dessen Sohn Friedrich Ernst Obristklagten und suchten beim Nassauer Lehenhof das Lehenzu erhalten, als sei die Rodendorfer Linie 1643 und 1663als Verwandte vernachlässigt worden, da die Gebrüder HansJacob und Karl Henrich nicht von Johann Herrn zu Eltzabstammten, auch nicht der letzten Lehenträger LotharPhilipp und Jacob Friedrich zu Eltz nächste Verwandteseien und dieses Verhältnis nur ihnen zukomme. DerNassauer Lehenhof verwarf die Sache. Damit war PhilippAdolf keineswegs zufrieden. Im Jahre i 700 verlieh HenrichFürst zu Nassau das Lehen dem Hans Jacob und KarlHenrich Gebrüdern, ebenso verfuhr 1701 Wilhelm HyacinthFürst zu Nassau. Philipp Adolf klagte beim Reichskammer-gericht und erhielt durch Urtheil das halbe Lehen zuge-sprochen. Die Linie zu Eltz zu Üttingen wollte dieses