Druckschrift 
1 (1889)
Entstehung
Seite
409
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DIE LINIE ZU ELTZ ZU BL1ESCASTEL UND RODENDORF. 409

verdient. Er scheint 1655 gestorben zu sein, im Januar 1656war er nicht mehr im Leben. Johann Eberhard war viermalverheirathet.

Aus der Ehe mit Maria Elisabeth von Helmstatt hatteer eine Tochter Margarethe Helene, die am 22. November1642 den Johann Reinhard von Hoheneck heirathete. NachJohann Eberhards zu Eltz Tod ersuchte am 7. Januar 1656J. Reinhard von und zu Hoheneck, der die älteste derfünf hinterlassenen Töchter desselben geheirathet, für sichund Philipp Heinrich von Sickingen, der ebenfalls einedieser Töchter zur Frau hatte, sowie die andern TöchterJohann Eberhards um die Belehnung mit dem YburgerLehen gemäss des Lehensbriefs vom 14. September i643.*3 d )Baden weigerte diese Belehnung, wies auf den durch JohannEberhard erregten schlechten Zustand der Yburg hin undbelegte die Zinsweine zu Steinbach mit Beschlag. DasLehen wurde als Mannlehen erklärt und eingezogen. Rein-hard von Hoheneck läugnete, dass der Verfall der Yburgdurch den Leheninhaber erfolgte und behauptete, dieselbesei bei der Belehnung bereits im Verfall gewesen, auchwies er jede Verpflichtung der Unterhaltung seitens desLeheninhabers von sich; wenn Johann Eberhard dieseshätte übernehmen sollen, würde er die Belehnung nie ange-nommen haben. Schliesslich verlangte er am 13. Februar1666 die 3000 Gulden Abstandssumme. Baden ging aufnichts ein, zahlte weder diese Summe, noch gab es dasLehen heraus. 2 3 e )

Margarethe Helene starb 1681 und liegt im MainzerDom beerdigt, wo ihr diese Inschrift gesetzt ward:Anno MDCLXXXI. XVIII. Augusti aetatis suae LVII