Druckschrift 
1 (1889)
Entstehung
Seite
388
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388 ZWEITE ABTHEILUNG. SECHSTES HAUPTSTÜCK.

der Leyen Kurfürst zu Trier von Claus Eberhard Bockvon Blessheim zu Gerstheim und dessen Gattin Eva Wilhelmadas Haus Wecklingen, halb Ballweiler, Bisingen und halbRaubenheim, die Obrigkeit, Gebot und Verbot des Reichs-dorfs Oberwürzbach für 4100 Gulden erkauft, auch dieErwerbung der Vogtei St. Ingbert glückte, am wichtigstenwurde der Erwerb der Eltzischen Güter in und bei Blies-castel. Jacob Friedrich der Letzte seines Stamms besasszu Bliescastel theils Trierer Lehen theils Eigenthum, welcheerstere nach dessen Tod an Trier heimfallen mussten. DieseLehen waren aber für Kurtrier der Entlegenheit wegenziemlich wertlos, denen von der Leyen äusserst wichtig.Jacob Friedrich gab dem Ansuchen des Kurfürsten nachund verkaufte am 8. November 1660 mit seiner GattinMaria Margarethe von Dalberg unter Genehmigung seinerVerwandten Anton, Philipp Adolf und Johann Adolf zu Eltzund des Kurfürsten Karl Caspar an Damian Hartrad vonder Leyen und dessen Leibeserben seinen Burgsess zuBliescastel mit allen dazu gehörigen Gebäuden, Gärten,Wiesen, Lehen wie Eigen, ferner zwei Capital- und Pfand-verschreibungen eine auf Nassau-Saarbrücken mit 6500Gulden Batzen, die andre von 1200 Gulden Batzen aufden Zehnten zu Niederwürzbach und 2500 Gulden Batzenim Amte Bliescastel, wie er dieses Alles von seinem Vater,sowie Johann Philipp und Plugo Friedrich Gebrüdern Herrnzu Eltz ererbt und besessen, für 22500 Gulden BatzenReichswährung. Dabei wurden die Lehen mit 10000, dieEigengüter mit 12500 Gulden berechnet, sowie 300 Reichs-thaler, 2 Fuder Wein und ein Kleinod anstatt Verzichts-pfennig bezahlt und entrichtet. 7500 Gulden Batzen sollten