366 ZWEITE ABTHEILUNG. FÜNFTES HAUPTSTÜCK.
Am 12. Mai 1550 belehnte Kurfürst Johann von Triernach Absterben des Johann Herrn zu Pirmont und Eren-berg den Heinrich für ihn und seinen Bruder Friedrich mitder Vogtei Sevenich bei Münstermaifeld.4' 2 ) Am 13. August1550 übertrugen Heinrich »Herr zu Eltz« und Friedrich»Herr zu Pirmont, Erenberg und Drimborn« Gebrüder demPhilipp Dietrich von Braunsberg Amtmann zu Nürburgihren Antheil an Schloss und Haus sowie Herrschaft Burg-brohl mit Zugehör, wie dieses ihr Vater Philipp selig be-sessen. 43) Damit ging der von Philipp ererbte Theil derHerrschaft Burgbrohl, ein Theil der Klatten'schen Erbschaftverloren. —
Heinrich und Friedrich hatten 1546 ihre Güter ge-theilt. Heinrich hatte den Antheil an Eltz mit Zugehörerhalten und nannte sich Herr zu Eltz, während Friedrichdie Beinamen Herr zu Pirmont, Erenberg und Drimbornführte, wenn auch Pirmont und Erenberg gemeinsam blieb.
Heinrich heirathete die Johanna (Schonnett) von Elter.Er starb 1557 am 28. October, aus der Ehe war nur eineTochter Katherine vorhanden, die bei dem Tode ihrerEltern — Johannette war 1566 todt - - noch minderjährigwar. Am 23. October 1566 machten Christof der Älterezu Eltz zu Langenau, Johann von der Eeyen Trierer Rathund Amtmann zu Coblenz sowie Adolf Schilling von Lahn-Stein als Vormünder und Pfleger der Katherine zu EltzTochter des Heinrich zu Eltz und der Schonette von Elterzu Coblenz eine Abfindung wegen etlicher Lehen, dieHeinrich von Kurtrier besass, Christof als der nächste Erbeaber empfangen hatte. Christof verzichtete auf alle Nutzungdieser Lehen, auf die 2000 Thaler, die er dem Heinrich