362 ZWEITE ABTHEILUNG. FÜNFTES HAUPTSTÜCK.
nahmen diese Verpflichtung auf sich. Friedrich soll seinFass jährlich hierzu stellen, erhielt aber Weinberge alsUnterpfand.
Am 14. Juli 1539 machten Philipp und ElisabethHerr und Frau zu Eltz und Pirmont mit Thonges (Anton)Herrn zu Eltz und Katharine Eheleuten einen Gütertausch.Philipp gab den Bungert genannt der Kirschgarten an derEltz unterhalb Antons Busch gegen einen Wiesenplatz »hynnderder Warttenn oder Altder Borgh gnandt gelegenn«, Gartenund Wiesen »vff Spyssers acker by Carder bruckenn«, dieWeide unten an Spyssers acker jenseits der Bach längsPhilipps Garten, den Platz, wo der Born einst stand, bisherab an Müdener Brücke unterhalb der Marken zur Bachzu, einen Platz an der Kerner Bach, wo man nach Kauwgeht. Auch soll Philipp künftig haben und behalten einenPlatz zwischen dem Weg, so von der Cardener Brücke,herab kommt, bis an Bommers Pforte, Thonges aber habenden Platz zwischen ihm selbst von seiner Wiese an unterseinem Weinberg gelegen bis an die Bach bis auf Philippzu Eltz. Die Aussteller, Elisabeth, Dietherich von Monrealund Wilhelm zu Eltz siegelten. 37)
Philipp starb den 19. Januar 1540 und wurde in derSchwanenkirche bei Pirmont beerdigt. Seine Gattin Elisabethstarb den 22. November 1552 und fand ihre Ruhestättezu Garden in der Stiftskirche. Philipp wohnte zwar zuPirmont, hatte aber das Rodendorfer Haus zu Eltz in Besitz.Daran nahm er verschiedene bauliche Veränderungen vor.Er liess die Wohnung des Geistlichen über der Capelleabbrechen und erbaute den sogenannten Fahnensaal mitden spätgothischen Kappengewölben und Schlusssteinen in