268 ZWEITE ABTHEILUNG. ERSTES HAUPTSTÜCK.
gerechnet an Hans Jacob und dessen Mutter MargaretheWittwe für 2000 Reichsthaler verpfändet hatte, für 3277Reichsthaler. Das Gut kam unter Verwaltung eines Unter-vogts, der die Zinsen und Gefälle einnahm und den Vogt-dienst versah. Die Vogtei selbst war ein Trierer Lehenund gehörte ehedem der Familie von Montfort. Sie bestandnach einem Lehenbriefe von 1420 in einem Theil einesHofs zu Poltersdorf, einem Haus und Hof nebst Zubehörzu Naunheim, einem Viertel eines Zehntens und des Kirch-satzes zu Gappenach und als Burglehen von Schloss undStadt Mayen in 5'/, Mark 4 Heller Geldrente. Später kamdurch Geschenk des Johann von Merl noch dessen halberAntheil am Zehnten und Kirchsatz zu Gappenach dazu.Hans Balthasar von Monreal heirathete die Schwester Antonszu Eltz Wilhelma, deren Tochter Magdalene Margarethevon Monreal Gattin des Johann Schweikard Vogt zu Hunol-stein des Jüngern und 1602 als Wittwe zu Boppard nachdem Aussterben der von Monreal ihr Erbe durch Testamentdem Hans Jacob vermachte. Hierdurch erhielt Hans Jacobdie Naunheimer Vogtei als Trierer Lehen. 555)
Im Jahre 1629 kauften Hans Jacob und Maria ElisabethEheleute von den Testamentsvollstreckern des JohannSchnetsch, darunter Friedrich Wolf zu Eltz, nachdemSchnetsch die Armen zu Mertloch zu Erben eingesetzt hatte,eine Wiese zu Kray oberhalb der Mühle für 600 GuldenCoblenzer Währung. Ausgenommen von der Wiese warein Fünftel, das bei der Mühle verbleiben sollte.
Im Jahre 1630 und die folgenden Jahre zahlte HansJacob als Pfandherr des Amtes Hardt an Kurfürst Ferdinandvon Cöln verschiedene Contributionen an Geld und Frucht.