DIE HAUPTLINIE VOM GOLDNEN LÖWEN BIS 1645. 239
gülden in einer Summe auf des Stifts Kosten zu Coblenzoder Andernach erlegt werden. Weigert sich Anton oderdessen Erben die Auslösung anzunehmen, so soll das Geldin einer der beiden Städte Coblenz und Andernach gerichtlichhinterlegt und Kempenich mit allen Mitteln zu erlangengesucht werden.5°4) Diese Pfandschaft währte bis 1777,die Linie zu Eltz vom goldnen Löwen nahm hiervon denBeinamen: »Pfandherrn zu Kempenich« an.
Im Jahre 1558 hatte Georg von Anton Herrn zuEltz vom weissen Löwen den Hof Kaw, den HofantheilVils und Zehntantheil zu Sürsch gekauft. Im Jahre 1581besassen die Verschreibung Anton und Hans ReichardGebrüder zu Eltz Georgs Söhne und gaben gegen Erlagder Kaufsumme von 1000 Goldgulden in diesem Jahredem Friedrich und Wilhelm Herrn zu Eltz die erkauftenGüter und Rechte wieder heraus.
Am 6. April 1582 verkauften Decan und Capitel des
St. Martinstifts zu Münstermaifeld dem Anton zu Eltz mit
Genehmigung des Trierer Kurfürsten (Jacob d. d. 1581) ihre
Wiese zu Alertloch neben dem Eltzer Hof für 1200 Gulden
Coblenzer Währung, was baar bezahlt wurde.5°5) Am
10. März
1583 nahm Wilhelm Pfalz«raf bei Rhein Herzog20. März
in Ober- und Niederbaiern den Anton Erbmarschalk als
obersten Feldmarschalk mit 500 Thalern Gehalt zu Nürnberg
auf dem Rathe an und versprach ihm, im Falle Krieg
ausbreche und Anton ziehe zu Felde, solle derselbe monatlich
300 Gulden nebst dem freien Unterhalt für den Caplan,
Wundarzt, Wagen mit sieben Trabanten, den Trompeter,
Schreiber, Schmied, Koch und Fourier bekommen.5° 6 )