2i6 ZWEITE ABTHEILUNG. ERSTES HAUPTSTÜCKL.
Bruder das elterliche Vermögen gleich theilen. Stirbt Antonvor Amalie, so erhält sie ihren Wittumsitz im Hause zurEms zu Coblenz. 44 2 ) Georg starb 1563 und war am30. September dieses Jahrs bereits nicht mehr im Leben,nachdem seine Gattin Anna bereits am 31. Mai 1555 ge-storben. 443) Am 14. December 1575 befahl Kurfürst Jacobvon Trier dem Keller zu Münstermaifeld, dem Amtmannedaselbst und Rath Adolf Schilling von Lahnstein den gleichenUnterhalt wie seinem Bruder Georg zu Eltz selig als Amt-mann aus der Kellerei zu Münster zu reichen, bis erdemselben seine Bestellung ertheilt habe. 444) Georg machtesich um die Burg Eltz verdient, indem er den südlichen Theildes sogenannten Kernpenicher Hauses, mit seinen Holzgiebelnein ächter Holzbau der Renaissance, aufführen lies. SeinSohn Anton vollendete den Bau 1604. Da Georg dieAnna von Burgthurn zur Frau hatte, erhielt das Portaldes Kernpenicher Hauses die Inschrift: »Borgthorn Eltz1604«, die an den Erbauer des Hauses erinnert und denAbschluss der Arbeit zu 1604 feststellt. 1 563 war Georg Bau-meister der Burg, damals wurde der Weg innen und aussenan der obersten Pforte gebrochen und geebnet, die Brückesammt Mauer errichtet und jedenfalls auch jener ver-schwundene aber auf älteren Ansichten noch sichtbareThorthurm an der Thalpforte gebaut, welcher im Schluss-steine die Zahl 1563 trug.445) Theil nahmen an den Kostenausser Georg dem Baumeister, Quirin, Salentin, Christof,Wilhelm, Johann Reichard, Emmerich und Anton zuEltz. 446)
Georg hatte mit Anna von Burgthurn folgende Kinder:1) Anton Stammhalter. 447) Siehe unten.