212 ZWEITE ABTHEILUNG. ERSTES HAUPTSTÜCK.
und Ausstände seit dem Verfall des Lehens erhielt Georgebenfalls zugesichert. 43^)
Einen ähnlichen Verlauf hatte eine andre Lehensache.Eva Tochter Johanns Vogt zu Senheim als Lehensträgerdes Zolls zu Sebastianengers als Lehen der Grafschaft Wiedheirathete den Werner von Lewenstein und erhielt denAntheil am Zolle. Da die Einkünfte jedoch an Reinhardvon Burgthurn verpfändet, kam dieser Antheil mit Bewilligungdes Friedrich Sohn zu Runkel Grafen zu Wied und Herrzu Isenburg an Burgthurn und nach dem Aussterben der-selben als Erbe an Georg zu Eltz. Der Wieder Lehenshofweigerte die Belehnung, Georg setzte sich als Pfandherr inBesitz des Lehens im Namen seiner Gattin und erlangte end-lich nach erwiesener Lehensberechtigung die Belehnung. 437)
Am 25. Mai 1560 liehen Decan und Capitel zu Münster-maifeld, nachdem Cuno Herr zu Eltz selig und nach ihmAnton Herr zu Eltz etliche Güter bei dem Hofe Kawengelegen von ihnen zu Lehen hatte gegen 5 Gulden jährlich,dem Georg Amtmann zu Münster, welcher solches Lehengekauft, diese Güter.437a) Am 25. October 1560 machtenGeorg und Hans Reichard Gebrüder eine Erbtheilung undvereinigten sich dahin, dass Hans Reichard für sich undseine Erben den dritten Theil aller Nutzungen und Gefälleder Fahren zu Boppard und Camp, Georg die Güter undRenten zu Waldesch haben solle. 438). Johann zu Eltz Amt-mann zu Lahneck hatte dem Pfalzgrafen bei Rhein 7000 Gold-gulden auf den Zoll zu Bacherach geliehen und Georgdessen Sohn 1000 Goldgulden aus eigenem Vermögen dazugelegt. In der Schuldverschreibung über diese Gesammt-summe von 8000 Goldgulden mit 400 Goldgulden Rente