2 ERSTE ABTHEILUNG. ERSTES HAUPTSTÜCK.
1098 vor. Man hat angenommen, dass die Söhne des Burg-grafen Ludwig de Palatio 1 13 1, als derselbe dem ErzbischofeArnold von Trier die Uebergabe des Trierer erzbischöflichenPalastes und der ihm verpfändeten Einkünfte des ErzstiftsTrier weigerte, was mit Ludwigs Vertreibung endete, Trierverliessen und sich auf ihren Gütern ansiedelten, wodurchdie Burgen Eltz, Esch und Helfenstein und damit die hier-nach benannten edlen Geschlechter entstanden. Dem stehtnichts entgegen, die Verwandtschaft der Wappen, bei diesendrei Familien der halbe Löwe, deutet durch das gleicheWappenthier einen gemeinschaftlichen Ursprung an. Leiderkennen wir die Abmachungen bei dieser Trennung vomHauptgeschlechte nicht; letzteres blieb in Trier und erscheintunter seinem Namen noch längere Zeit in Urkunden.
Der erste Bau auf dem Berge,, welcher jetzt die Burgträgt, war wahrscheinlich ein der Familie gehöriger festerKrohnhof, verbunden mit Gütergebiet und Gericht. Nach undnach erweiterte sich derselbe zur Burg, die vorerst jedenfallsbescheidenen Umfang für den Aufenthalt einer Familiebesass. Da der Schwabenspiegel') den Bau einer Burg mitVeste nur auf eigenem Grund und Boden gestattete, ist derEigenbesitz vorauszusetzen. Durch diesen Uebergang desFrohnhofs zur Burg ward derselbe Herrenwohnung, die Güterbildeten mit Gerichtsbarkeit nun einen Annex; während früherder Frohnhof ihrer Verwaltung wegen vorhanden, wurde esnun umgekehrt. Von diesem ersten Burgbau dürften nurnoch Substructionen vorhanden sein. Dass er gegen Westendas Eltzthal hinauf stand, ist vom militärischen Standpunkteaus vorauszusetzen. Die Lage selbst war eine für Anlageeiner Burg vorzüglich gewählte, von fast drei Seiten von