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4,1,e (1886) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1549 bis 1555
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bürg- stett- und landrecht, das hus Österych Burgund und all älter bries uud sigel, verkommuuß, !versteudnuß, verpuuduuß, laudfrideu uud all uuser pundsverwaudte», puudguosseil und zugewandten undalle, die mit uns in bürg- und landrechten sind, die Herrschaft Florenz und das hus de Medicis, in solchemval, ob einicher unser beider theileu verletzen, beschwüren oder krieg anheben wollte j wider etlichen der andernparty vorbehaltnen; ob aber etlicher us den genannten vorbehaltnen beider syts eintwedern unser partyenin iren küugrychen, Herzogthumben, landen, ertrycheu und Herrschaften, die sy inhalt und besitzt, hie disentund änent dem gebirg, beschädigen, beschmären oder bekriegen wöllte, so soll als j dann die ander party,unangesechen dise vorbehaltung, hilf und schirm thun imd bewyseu der angriffnen uud geletzten party widerden letzenden und angrifeuden, sye war er wolle, in wys und gestalt, als oben geschriben und gelütert ist-Und uf solichs haben wir vorberürten beid partyen, nämlich der christen > lichist küng, und wir eegenanntenHerren, die Eidgnossen, disern pund, vereinung, Verpflichtung und verstand, so wir für bestät und angnäm(angnon?) lobent, beivärent, bestütent und bevestne(n)t; wöllend ouch und verheissend, alle und jede obgeschribucnding, so durch gemelt unser boten beider theilen ingangen, concordiert und > beschlosien sind, stätiglich undunzerstörlich halten und bewären, doch nit, daß wir vermeinen, durch disen pund, vereinung und Verpflichtungetlichs wägs ze mindern oder widrig sin dem tractat des ewigen fridens und fründschaft zwüschen uns beidenpartyen vormals ingangen und beschlossen; wöllend ouch, j mit der erlütrung, wie vorstat, von solichem nitwychen, sonders den bestäten und kräftigen. Und der vorbemelten dingeir aller und jeder zu glouben undzügnuß haben wir gedachten beid partyen geheissen, disern gegenwärtigen bries, deren zwen, einer in tütschund der ander in latin, gelich lutend ufgericht, mit j unsren insigeln beivaren. Beschechen zu Solothurndurch uns vorberürten Herren, die Eidgnossen, frytag den sibenden tage Brachmonats, und durch uns, allerchristenlichesten küng, den sechsten tag Octobris, gezalt von Christi geburt tusend fünfhundert vierzig unduün jar, und unsers christenliche j sten küngrychs im andern jare. G. Will, Notarius Koloäorvnsis.

Pergament-Urkunde.

Die im Context erscheinenden Lücken sind für die Aufnahme von Zürich, Bern, Biel und Rotweiloffen gelassen. Das Majestätssiegel des Königs und 18 Siegel der genannten Orte und Zugewandten (flu'Abt und Stadt St. Gallen 2, für Granbündcn 3) sind ordentlich wohlerhalten vorhanden. Für die nichtbeigetretenen Orte sind die Siegelschnüre angebracht, aber unbenützt geblieben. Die Schreibart ist im Originanicht immer conseqnent; in mehr oder weniger characteristischcn Worten haben wir sie dein Original gcmapgehalten. Eine lateinische Originalurkunde befindet sich nicht in der Eidgenossenschaft. Eine vidimirtc Copudavon besitzt das Kantonsarchiv Freiburg: Freiburger Missiven. Die Nnmmerirnng der einzelnen Abtheilnnge»rührt von der Abschiederedaction her, nur den ersten Satz beginnt das Original mit:und nämlich desersten". Eine französische Uebersetzung bei Dnmont lV, 2., S. 348.