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4,1,e (1886) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1549 bis 1555
Entstehung
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Juni 1555.

389.

Muri. 1555, 6. Juni (Donstag nach Pfingsten).

Staatsarchiv Lucer»: Engelbcrgbuch No. Z«, t. St.

Conferenz zwischen Muri und Engelberg.

Gesandte. Für Engelbcrg der Abt Jost (Krämer) mit dem Vogt, Niklaus Amlehn, und von denKastvogteiorten von Lucern Jost Krepsinger, alt-Landvogt in den Freien Aemtern, und von NnterwaldenUlrich Wilderich. Für Muri der Abt Johann Christoph (von Grüt).

Nachdem die Boten sowohl mündlichen Bericht erhalten, als auch Briefe und Siegel der beiden Prälatenüber ihre Zehnten und Gerechtigkeiten verhört hatten, schlagen sie folgenden Vergleich vor, der dann letztlichvon beiden Aebten gutwillig angenommen wird. Abt und Kloster Engelberg sollen ihren Zehnten und dieQuart, die sie zu Küßnacht am Zürichsee haben, mit Haus, Hof, Hofreite, Trotten, Fässern und aller andernGerechtigkeit für die nächsten drei Jahre dem Abt und Kloster Muri überlassen; letztere nutzen n»dbrauchen diesen Zehnten während der benannten drei Jahre, schreiben aber jährlich auf, was derselbean Wein und Kernen erträgt, und geben im dritten Jahre Rechnung dariiber. Ebenso stellen Abt u"dConvent zu Muri den großen und kleinen Zehnten zu Neueukirch mit aller Gerechtigkeit dem Abt und KlosterEngelberg zu. Diese benützen denselben ebenfalls die nächsten drei Jahre und führen in gleicher WeiseRechnung darüber. Wessen Theils Zehnten dann in dieser Zeit mehr ertragen hat als derjenige des andern, dersoll dann den letzter» verhältnißmäßig entschädigen. Die von Schwyz, obwohl sie auch betaget worden si»b,sind aus unbekannten Gründen nicht erschienen. Man überläßt den Obern, ihnen die gestellten Mittel zuübersenden oder sonst nach Gefallen zu handeln.

390.

Kreyerz. 1555, 9. bis 21. Juni.

Ka»to»SarcI>iv ?reid»rg! Vailliage de GniycreS, No. «os.

Verhandlung zwischen den Städten Bern und Freiburg.

Gesandte: Bern. Hans Jacob von Watteuwyl, Schultheiß; Jost von Meßbach. Frei bürg-Siehe Rote.

1. Zur Vollendung der Schätzung der Grafschaft Greyerz ist auf den Autrag des Rathes zu Freiburgbewilligt worden, sechs Männer ob der Bocken und so viele darunter zu wählen, die nach ihrem beste»Verstand die liegenden Güter, Aecker, Matten, Holz, Feld, Berg und Thal, die der Graf von Greyerz besesse»hat, schätzen sollen. Es bezeichnen dann die Gesandten von Bern im Namen ihrer Obern: Claude Favrod,Tschachtlan zu Oesch, Loys Favrod, Jehan Favrod, Notare, Jehan Mourier (oder Monrier, alias Mory),alt-Venner daselbst, Pierre Pueutzo (alias Bouentzo) von Nötschmund und Pierre Martin von Nossü»erc>Die Gesandten von Freiburg ernennen: Jehan Cathcla, Bailli von Greyerz, Pernet Savary, auchGreyerz, Jehan Bryod sonst Dafflon, von Thurm, Antoine Morand von Prangte, Claude Favre, Ven»^zu Broc und Jacques Quicqnaz (?) von Grandvillard. Diese sind von den Gesandten beider Städte auf de»