Mai 1555. 1215
Beschluß). Dann fährt das Zürcher Exemplar fort: Die Gesandten von Zürich bemerken, sie haben vonihren Obern keine Vollmacht, diesen Kauf zu bewilligen; es seien die Welser, Bomgarter (Baumgartner)und Andere, die Schlösser und Herrschaften in der Landgrafschaft Thurgau zu kaufen beabsichtigen, wasaber dieser Landgrasschaft Schaden bringen möchte. Aus diesen Gründen haben die Bote» von Zürichdieses in ihren Abschied genommen. (Mehrhcitsprincip?.)
St. A. Zürich - Abschiede Band l», r. SSb. Ohne den Zürcher Vorbehalt auch beim Schasfhauscr Abschied.
Zu ee. Wir von stctt und landen der zwölf orten unser Eidgnoschaft räth- und sandboten, »amlich(es folgen die cingänglich bezeichneten Namen der Gesandten der XII Orte, mit folgenden Ausnahmen: vonZürich fehlt Lavater; von Uuterwalden Wilderich; von Glarus ist niemand angegeben; von Basel fehlt Falkner;von Freiburg Nix) diser zyt us bcvelch und gwalt unser aller Herren und oberen zu Baden im Ergöuwversamt, bekennen und thu» kund menniglichem mit discm bris: Als dann kurz »erschwer zyt die edlen,crsamen unsere liebe und gctrüwcn underthanen, gemeine laudschaft zu Louwis und im Louwisthal irbotschaft, »amlich die edlen und fürnemmen Christoffel Poccobello, Bernhart Jonills (Jovius?), BartlimeOuadrius und mit inen Augustinie (sie) Pianetha zu unfern Herren und ober» von den zwölf orten derEidgnoschaft geschikt und inen fürtragen: Nachdem gmeine landschaft Louwis in unser Herren und obcrnschütz und schirm kommen, sygent sy bishar under irem schütz und schirm in gutem fryd und einigkeit gsessen,inen glüklich und wol ergangen, daß sy dheincr andern oberkeit nit begeren, dann unser Herren und obcrn.Nun habend vor etlichen jaren gemelte ilnser Herren und ober» inen ctlich capitel, satzungen und ordnungen,deren sy sich under einander» halten, geleben und nachkommen sollend, geben und zugestellt, das aber ineuvon etlichen unseren landvögtcn, wie sy vermeinend, etwas ingryffs wölke beschechcn, auch etwas mißverstandsoder mißbruch tinder inen inryßcn, ouch um etlich artickel kein lutcr satzung noch Kescheid habend. Darumgemeiner landschaft Louwis trungenlich und undcrthenig pitt syge, sy hari» gnedicklich zebedcnken, damit syhinfüro sölicher ingrisf, inißbrüchen und bcschwerde» entladen und dcrselbigen abgethon und mit gute»satzungen und ordnungen versechen werden. Das begeren sy als arm underthanen und unscren herreu undobcrn in aller undcrthcnigkeit, ungespart irs lybs und guts, ganz williklich zu verdienen. Uf sölicher irernstlich pitt, und daß ouch unser Herren und obern in den überigeu und vorigen capitlen inen fry vorbehalten,diesclbigen artickel, allgar oder zum theil, abzethun, zemindern oder zemeercn, die uf- oder abzusetzen, allwegcnnach irem fryen willen und gfallen, one derer von Louwis intrag und widcrred, so haben sy (uns?) uf discn tag>»it vollem gwalt und befclch abgefertiget, sy, die unfern von Louwis in ire» bcschwerden zu verhören, undinen demnach satzungen und ordnung zu gäben, die dem rechten gemäß, ouch sy by iren statuteu und fryheiten,wo die dem billichen rechten sich verglychend, belyben zelassen. Und so wir sy, desglychc» unser» jetzigenlandvogt zu Louwis, Jost Pfyffcrn, des rats der statt Lucern, in allen ireu auligen und wcß sy sich gegeneinander» beschwert, ouch worin sy Mangel haben, der lengc nach verhört, so haben wir demnach die frommen,eerenvesten, fürsichtigen und wysen Johannes Eschcr, stattschryber zu Zürich, Johannes Hilgen, altschultheißder statt Lucern, Jacob a Pro, des rats zu Uri, Jost Frytag. Venncr der statt Fryburg. von uns verordnetund ine» bcuelch geben, uf ir bciderthcil fürtrag und anligen artickel zusetzen und zustellen, und vie demnachwidcrum an uns der zwölf orten boten gelangen lassen. Dieselben (sind) discm unserm bevolch nachkommen,sy Ki beiden theilcn für sy bcschiken (sie) und nach aller nothurft verhört, und darnach dise nachvolgendcartickel gestellt, wie von einem zum andern hernach begriffen und geschryben stet. Zum Ersten. Alsgemelter unser landvogt ein ruf us gan lassen, daß sich niemand by einer gesetzten büß undcrnemen solte,weder bürgerlich, nach bußfcllig fache» zu vertragen nach zu verlhädinge», da haben sy geordnet undangesechen, daß biderblüt wol mögent bürgerlich und bußfellig fachen vertragen (dem frefcn, so sich einerdarnieder verläse, one schaden). So aber in solichcn bürgerlichen und bußfelligcn fachen malefiz odercriniinalisch Hendel gefunden wurden, daß dann meniglich, es sygent fürsprechen oder ander lüt, geistlich oderweltlich, so also undertheding, wann sy die fach vertragen haben, schuldig und pflichtig sy» solle», by zechenkrönen büß, solichcn malefizischen oder criminalischcn Handel, sover der vorher nit anzeigt were, dem consul