1299
5.
Fünfzehnjähriges Burgrecht zwischen Bern und Genf.
Bern. 1336, 7. August.
Staatsarchiv Bern.
de», Name,, der heiligen unzcrtciltcii dryeinigl-rit, gott des vatcrs, suns und heiligen geists, amen.!H>WIN Schulthcs, Rät und Bürger der Stat Bern an einem, und mir die Sindicqnen, Rät und Bürgerder Stal und gmeind )„ Genf, dein andern lheil ^ thünd kund und zu muffen allen denen, sodisen brief fachen, läse,: und hören werdend. Demnach wir obbemeldt beid stett Bern und Genf und»m uns die frommen, fürsichtigen, ersamen, wysen schulthcs, rhät und burger der statte Fryburg uf achten-den tag > Hornungs ve^schinen thusent fünfhundert sechs und zwentzigosten jars ein bürgerliche Verwandtschaftwit einandern lut darüber ufgerichter briefcn und sigeln gemacht und dero mit einandern ingangen sind,weliche fünf und zwentzig jar wäreil sollt, > dazwüschen sich aber zugetrageil, daß bemelt voll Fryburg darusgeträten, deshalb wir verursachet, nach vorgemeldter form, doch mit etwas ändrung und Verbesserung das-selbig burgrecht zu vernüwern und darüber ilüw brief ufzerichten, das wir ouch hieinit thllild, j und ilainlicheilin nachgeschrieen gestalten, puncien und articklen. Denl ist Also. Z>es ersten, daß wir obgemelt beid stettBern uild Genf mit guter vorbetrachtung und einhällem rat und insonderheit in ansächen guter fründschast >und nachbnrschaft darzil geläge,lheit unser beider cht stetten, landen, lüten und gerieten, ouch fürnemlich,daß der allinechtig giitig ewig gott mit sineu gnaden gefügt, daß wir die von Genf uns bemelten unfernMitbürgern von Bern im glouben > verglicht haben, dein allen, zu hanthabung, und dailüt wir by dem, souns derselbig gütig gott verlichen und zu Händen geflossen hat, ouch by recht, frid und ruw dester fürerMögind bchbcn, so haben wir für uns und unser nachkommen in unser., beiden stetten > gesässen, zu uf-rächten und redlichen bürgern uf und angenommen, als wir ouch das nach unser stetten recht, fryheit undloblichem harkommen ze thund gewalt und lacht habeil und wol thun mögend, empfachen und nemend oucheinander., > ivüssentlich zu rächten und ingesäßneu bürgern, also daß wir zu gott einen geleiten eid mitufgehepten henden geschworen, „amlich unser jeckliche statt der andern trüw und Wahrheit zu leiste.,, iren nutz,WM,,neu und eer zu fürderu und schade., zu wänden und alles das einander., zu benusseu und ze thund,s° trüwen bürgern zustat und gepürt. Und damit der hilf, rettung und b.Mnds halb > einander., ze be-wysen, jede statt sich wonach ze halten wüssens habe, ist Wüschen uns d,se erlutrung beredt und beschlossen:Nämlichen, wo sich in künstigen diß burgrecht wärende begäben, daß jemand, war ,och er wäre so gemeldtsludicgues, rät, burger und gemeind von Genf an l,H, eer, gut, landen, liiteu, Herrschaften, fr,Helten gutengowonheiten und harkommenheiteu wider rächt und billicheit schwechen, > letzen, schädigen oder m,t dhemeuandern fachen gewalt, frävel, angriff, mutwill oder überfal, wie das jemer sin möcht understan und füruem-'uen wellte alldanu söllend und wellend > wir obgemeldt von Bern b.) unser., geschwornen e,den er,,,äffen,erwägen und erkennen, ob sollich angriff, beleidigung, überfal und ander Nötigung wider rächt und billicheitbrächen, und wann sich dann nach geschächucr erkanndtnuß und erlütrung > erstndt, daß sokchs w,der recht,bAicheit und u,it gewalt wider bemeldt von Genf fürgenommen und gebrucht wirt, alldann söllend wir vonBern gedachten von Genf also angriffen, geletzt, genötiget, überfallen und beschwärten notwendige hilf, ,