Druckschrift 
4,1,c (1878) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1533 bis 1540
Entstehung
Seite
1149
Einzelbild herunterladen
 

November 1539. 1149

Die Verhandlug steht auch im St. A. Bern: Rathsbuch Nr. 269, S. 135 und und 177 ff. in ver-kürzter Fassung.

Zur Vormerkung einiger im obigen Abschiede nicht berührter Verhandlungsgegenstände notiren wir nochfolgende Missive:

1539 28. November. Bern an Genf. 1. Die Gesandten von Genf, welche letzthin in Betreff der An-gelegenheit des Herrn von Montchcnuz in Bern waren, habe» um einen diesfälligen schriftlichen Abschiedersucht, der hiemit übersendet werde. 2. Dieselben Gesandten haben eröffnet, es mögen die von Bern einenschriftlichen Entwurf eines Geleits für Claude Savoye, ihren Bürger, anfertigen, wie er ihnen gut scheine,und denselben an die von Genf übermitteln; könne man sich dann auf denselben einverstchen, so werde maneinen bezüglichen Geleitsbrief erlassen und dem Savoye übermitteln. Dieser Entwurf folge hier mit derdringenden Mahnung, unverzüglich dem Savoye Geleit zu ertheilen. 3. Den Gesandten von Genf habe manin Betreff des letzten unter beiden Städten besprochenen und Seitens derer von Bern besiegelten VertragesEröffnungen gemacht Jene haben diesfalls auf den letzten Punkt ihrer Instruction hingewiesen. Man seihiemit sehr unzufrieden und habe ihnen bemerkt, wenn die von Genf den abgeredeten Vertrag nicht annehmenund besiegeln wollen, so werde man veranlaßt sein, gemäß dem Burgrccht vorzugehen. Die Gesandten ver-langten dann, daß ihnen dieses in den Abschied gegeben werde. Man erwarte nun die Antwort derer vonGenf durch den hingehenden Boten. St, A. »-w MM-mbuch o. e. iss.

7VT.

Wurgau. 1539, 17. November (glych nach St. Othmars Tag".)

Staatsarchiv B-r»: Allg. cidg, Absch. NN, S. SZl.

Gesandte: Bern. Venner Jmhag. (Schwyz unbekannt).

Rathsboten von Bern und Schwyz, nebst dem Landvogt iin Thurgau, Hans Faßbind, des Raths zuSchwyz, nehmen die Klosterrechnungen ein. Die Rechnungen ergeben und es wird dabei verhandelt wassalgt: k». Illingen. I .Rechnung. Einnahmen: Fasen 373 Malter 3 Mütt 2 Viertel; Kernen 1573 Mütt6 Jmmi; Haber 307 Malter; Roggen 33 Mütt 3 Viertel; Gerste 12 Mütt; Waizen 1 Malter; Schmalsaat3>/z ZMt Alles Winterthurer Maß; Geld 1699 Gl. 5 Heller; Wein 35 Fuder 5 Saum 2 Eimer; Ausgaben:Fasen 363 Malter 1 Viertel 1 Wierling; Kernen 1024 Mütt 2 Viertel 6 Jmmi; Haber 167 Malter 2 Mütt3 Jmmi; Gerste 12 Mütt; Roggen 29 Mütt 2 Viertel 3 Wierling 6 Jmmi; Waizen 2 Mütt N/e Viertel; Schmal-saat 3'/2 Mütt, Alles Winterthurer Maß; Geld 1456 Gl. 9 Schl. 7'/- D.; Wein 34 Fuder 1 Saum 2 Eimer15 Maß. Diese Rechnung geht von Martini 1538 bis Martini 1539. Es ist in derselben der Wein vomJahr 1538 verrechnet, nicht aber der diesjährige, dessen Gesammtertrag man noch nicht kennt. Dagegenumfaßt die Rechnung auch die Kosten des gegenwärtigen Herbstes, so daß es einezertheilte" Rechnung ist.Da nun die meisten Gotteshäuser ihre Rechnungen je auf St. Johannes des Täufers Tag abschließen, so istZU berathen, ob dieses nicht auch hier und wo es sonst noch nöthig ist, eingeführt werden solle. 2. Priorund Convent eröffnen, es habe vor Jahren Herzog Ulrich von Würtemberg von dem Gotteshause 1500 rhein.Goldguldcn um 75 rhein. Goldgulden Zins geliehen und daflir einen guten Pfandbrief ausgestellt. Nach-dem derselbe beim Jttingersturm, bei welchem das Gotteshaus theilweise verbrannt worden, zu Grunde ge-gangen, habe der Prior mit Hülfe des damaligen Landvogts, Joseph Amberg, von König Ferdinand, der