163Drittes Hauptstück.Eingeweide des Bauchs und der Brust im Orang.§. 1.Nachdem Tyſon an dem dicken Darm eines Pigmy einen Wurmfortſatz gefunden, und auchder Gibbon nach Anzeige des Daubenton einen hatte; und da Galen diesen Darm gar nichtgekannt zu haben schien, so wurde es für die Naturwissenschaft von der grösten Wichtigkeit unddem größten Nutzen, zuverläßig zu wissen, ob der Orang von Borneo auch damit versehen sey?Aus meinem ersten Orang waren die Eingeweide schon beym Absenden herausgenommenDie Eingeweide der Orange der Herren Hope und Vosmaer waren ganz verzehrt, und inSchleim übergegangen, so daß dieses die Zergliederung des im Haag gestorbenen Orangs wichtiger und nothwendig machte. Hiemit beschäftigte ich mich den 15. und 17. März 1777, undzeichnete alles so genau, als die Umstände es erlaubten..Beym ersten Anblick fand ich in dem Bauch eine ziemlich große Aehnlichkeit mit den Einge-weiden des Menschen — doch bey einer genauern Betrachtung in vieler Rücksicht, auch einegroße Verschiedenheit.Die Leber, welche nach Maasgabe des Thiers sehr groß war, lag zwar meistens in derrechten Seite, doch füllte sie auch einen großen Theil der linken Seite, wie beynahe in allen Affen.Sie war der Leber des von Daubenton beschriebenen Gibbon 25) und des Pigmy von Tysonähnlich. Nur waren die Pfortlappen, so wie auch der Lappe des Spiegelius deutlicher.Die Leber war also von der des Pithecus, der eben, wie bey den Pavianen, welche ich imJahr 1768 zergliederte, aus drey großen Lappen bestand, und einen ziemlich großen Spiegel-lappen hatte, merklich verschieden.Der mittelste dieser Lappen war zur Durchlassung des runden Bandes oder der Nabelader,X 2zum25) De Büffon. Cb. Tom. XIV. S. 108, Kupf. VIII.
Druckschrift
Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
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163
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