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Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
Entstehung
Seite
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148besondern Bau und eine Aehnlichkeit in dem Sprachorgan der meisten in einzelnen aber her-nach, obschon an Gestalt allen andern Schwanzaffen ähnlich, völlig Nichts, als nur was inden Hunden gefunden wird. Da ich aber nun auch das sonderbare Stimmwerkzeug mit denBeschreibungen des Galens verglich, so wurde ich deutlich gewahr, daß dasselbe weder mitdem Stimmwerkzeug des Menschen, noch mit dem der andern von mir zergliederten Affen über-ein kam. Ich wurde zu einer genauern Nachforschung vom Tyson, der versicherte, dasSprachorgan in seinem Orang oder Pigmy dem des Menschen vollkommen ähnlich gefundenzu haben, angefeuert. Kein Zergliederer der beyden letzten abgelaufenen Jahrhunderte, selbstnicht der große Büffon, noch weniger Daubenton, welchem doch ein so verschiedenes undmerkwürdiges Sprachorgan nicht hätte entgehen können, erwehnten desselben.Mein Verlangen, einen Orang zu zergliedern, wurde also auch dadurch größer, und ichließ den Herrn Hoffmann bitten, bey der ersten Gelegenheit auf Batavia einen Orang auf mei-ne Kosten und zu einem ziemlich unbestimmten Preise zu kaufen, und ihn mir zu schicken. Wieedel er aber damit gehandelt hat, habe ich schon oben berührt.Im Jahr 1771 entdeckte ich in einem Rennthier, welches mir lebendig zugeschickt wurde,ein in jedem Stücke mit dem der geschwänzten Affen überstimmendes Sprachorgan, wie wirin der dritten Abhandlung zeigen werden, und wovon ich schon vorläufig eine kurze Be-schreibung dem Herrn Allamand 11) mitgetheilt habe.Die Orange des Hoffmann und Hope, der mir vom Vosmaer geliehene, der Orangdes van Hocy, und endlich der Orang in des Fürsten Thiergarten setzten mich in Stand, dasganze Stimmwerkzeug zu entwickelnDa ich aber 1777 in Paris die Zungenbeine des Heulaffen (hurleur oder Alouatte) sahso glaubte ich, auch hierin dem Stimmwerkzeug nachspüren zu müssen. Der berühmte Vicqd'Azyr, Mitglied der Königl. Akademie der Wissenschaften, und Sekretair der Königl. Ge-sellschaft der Arzneikunst u. s. w. hatte die Güte, mir zu erlauben, daß ich zwey aus seinerSamm-11) Additions Eb. S. 53. Obs. sur le Renne, besonders S. 55. und meine kleinere Schriften. 3.Band, 1. Stück,