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Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
Entstehung
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143die Nase, wenn er lebt, sehr verschieden. Dem ungeachter gehören sie zu den Naslosen (ena-res) *). An den Lippen habe ich keinen umgebogenen, viel weniger rothen Saum gesehen,so daß auch dieses von einigen zum Zierrath hinzugefügt ist.§. 6.Der lebendige Orang lief auf vier Füßen, und wenn er auch aufrecht stand, welchesmeistens, da er erst überkam und noch stark war, geschahe; so stand er doch, wie alle an-dere Affen, mit gebogenen Knieen.Im Anfange waren die Zehen oder Finger der Füße oft ausgestreckt; aber so bald esWinter und er krank wurde, zog er sie ein, und dies thun beynahe alle Affen, wie der auf-merksame Klockner mich versicherte, in Amsterdam im Thiergarten, den Blau=jan, bestän-dig wahrgenommen zu haben.Der Orang auf dem kleinen Loo kroch, so nahe er konnte, an den Ofen, indem er sichmit den zwey eingezogenen Füßen, und meistens mit einer Hand mit eingezogenen Fingern fort-stieß, und die andere Hand um seinen Hals geschlagen hatte oder hielt sich mit den Hinter-füßen Stunden lange an dem Gegitter seines Behältnisses fest. Die ganze Bildung dieses Thiersgiebt zu erkennen, daß es geschickt ist, in Bäumen zu sitzen. Es hat deswegen längere Füßeund*) Oben habe ich gesagt, daß die Orangs zu den Naslosen, enares, den agwes der Griechen gehör-ten. Seit drey Jahren war ich der Meinung, daß ein Asse nie eine Nase haben könnte. Unter-dessen sah ich im April 1787 zu Paris in der Königl. Kunstkammer den sogenannten Kahau vonBorneo, oder den Bantagan, wie ihn die Einwohner von Pintiana wegen seiner großen Nasenennen. Büssen nannte dieses sonderbare Thier le Nasique, und wirklich verdient es diesen Nameneher, als den von Langstaart, wie ihn von Wurmb (im dritten Theile der Verhand. van hetBataviaasch Genootschap. S. 345.) nennt. Er scheint auch, wie der Mandril und andere Schwanz-affen, einen Luftbehälter, der sich mit der Kehle vereinigt, zu haben. Die Nase kömmt vielleichtmit der langen Nase des Coati, der zweiten Art der Viverrae des Linné (S. 64.), welche erNasua nennt, überein. Wir verweisen aber den Leser an die Abhandlung des von Wurmb, biswir Gelegenheit, das Thier selbst zu beschreiben, werden gehabt haben. Büssen hat eine ausführ-liche Zeichnung, die wir bald zu erwarten haben, von diesem Thiere machen lassen.