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Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
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112gehört aber gar nicht zu unserm Plan, hierüber weitläuftig zu seyn, und dieses Stück mit meh-rerem zu beweisen; viel lieber verweisen wir unsere Leser auf die vortreffliche Preisschrift überden Handel und die Schiffahrt der Ptolomäen des geschickten Hrn. de Schmidt 1),welche durch die Königl. Akademie der Alterthümer und schönen Wissenschaften zu Pa-ris 1762 gekrönt ist1.Wir wollen hiemit nichts anders, als aus diesem weitausgebreiteten Handel nach Südosten von Asien wahrscheinlich machen, daß die alten Griechen und Römer zwar am gemäch-lichsten aus Afrika, aber auch aus den südlichen Inseln Astens, so sehr dieselben ihnen auchunbekannt waren, fremde Thiere bekommen konnten, deren Namen sie entweder nicht wußten,oder annahmen, indem sie jenen fremden Wörtern nur einen griechischen Schwung und Klanggaben, um sich derselben gemächlicher zu bedienen. Salmasius scheint in seinen Anmerkun-gen zum Solinus richtig bemerkt zu haben, daß die Griechen einige Affen nicht Cebos oderCeipos (xɯβɢς oder xειπει) nannten, weil dieselben so bunt, wie ein Garten, und deswegennach einiger Meinung von ### (ein Garten) so benennt wären, sondern nach dem Aethiopi-schen Wort Ceb oder Cep u. s. w. 2)..Doch oft scheinen sie die Benennungen nach den vornehmsten Eigenschaften eingerichtet,und gegeben zu haben, zum Beyspiel den Schwanzaffen nannten sie Cercopithecus, denHundskopf Cynocephalus, und den, der einem Schweine ähnlich war, Choiropithecusu. s. w...Die nach fremden Gegenden Reisende, welche meist Kaufleute oder Matrosen waren, machten es damals grade, wie man es jetzt macht; sie beschrieben mit üppiger Einbildungskraft jeneunbekannte und fremde Thiere, welche sie von ferne, kaum halb, wenigstens nicht deutlich ge-sehen hatten, als Geschöpfe mit Menschenköpfen, oder als Menschen ohne Köpfe mit Augerauf der Brust; und was sonst noch Ungereimteres beym Herodot, Strabo, Plinius, be-sonders beym Solin und mehreren andern nachgesehen werden kann. Diesen verdanken wir dieSaty-1) F. S. de Schmidt opuscula, quibus res antiquae Aegyptiacae explanantur Carolsr. 1765.Dissert. IV. S. 123.2) Aelianus de Nat. animal. Tom. 2. S. 924.