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Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
Entstehung
Seite
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Drittes Hauptstück.Betrachtung der beyden Köpfe und der Wiederkäuung des Rennthiers.§. 1.Aus der Vergleichung beyder Köpfe miteinander (Fig. 1 und 2.) wird man deutlich sehen,daß die Form von den Hörnern bis zu der Nase viel hohler in der ersten Figur, als in der zwey-ten läuft; daß auch das Maul runder in dem ersten, und die Ohren dagegen spitzer in denzweyten sindDie Nasenlöcher sind auch etwas verschieden, doch entsprechen sie Hoffbergs 41) Bemer-kung, daß sie länglich und schräg liegen.Die Verschiedenheit der Haare in Länge und Farbe hieng, wie wir schon zuvor bemerkthaben, von der Jahreszeit ab.Um so viel möglich eine genaue Vorstellung dieses seltnen Thiers zu behalten, so habe icheine Zeichnung in Lebensgröße von vorne von dem letzten Kopf, (welcher eine sichtbare Aehn-lichkeit mit einem Ochsen oder Kalbe hat,) und von vielen andern Theilen entworfen. Daalle diese Zeichnungen von keinem Nutzen sind, so habe ich nur die vornehmsten beygefügt.§. 2.Das Rennthier hat, wie alle wiederkäuenden Thiere, vorne im Oberkiefer keine Zähne,sondern wohl zwey Eckzähne, wie auch Daubenton 42) richtig bemerkt hat. Im zweytenKopf waren sie noch nicht durchgebrochen, doch im dritten mir aus Arendal gesandten Kopfesehr deutlich. Sie sind aber sehr klein. Linné und Hoffberg, ungeachtet sie so vielen Werthin die Zähne setzten, daß sie selbst die Ordnungen davon herleiten wollten, haben nichts darüberaufgezeichnetIn diesen beyden Köpfen zähle ich unten und oben und an jeder Seite sechs, und also zu-sammen 24 Backenzähne, deren Gestalt denen der Hirsche völlig ähnlich ist.§. 3.41) Eb. S. 150.42) Eb. S. 123.