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Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
Entstehung
Seite
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Zweytes Hauptstück.Luftstriche, worunter die Rennthiere gefunden werden eine schwere Stellebeym Cäsar de bello gallico.§. 1.Wenn wir der kurzen Beschreibung des Ritters Linné 14) nachgehen, so ist der nördlicheTheil von Europa, Asia und Amerika, besonders das mit ewigem Schnee bedeckte Gebürge derschicklichste Wohnsitz der Rennthiere. Hoffberg folgt hier seinem Lehrer, und setzt diesThier vornemlich in Lappland mit dem Zusatze, daß es, wenn es in der Wildniß lebt, im Som-mer die hohen Berge und im Winter die Thäler aufsuche.Der Bischoff Pontoppidan 15) stimmt mit diesen überein, und setzt hinzu, daß sie auchnirgend anders fortkommen, noch sich fortpflanzen, so wie durch manche Versuche bestätigt ist.Büffon 16) bestimmt auch die nördlichen Gegenden, nämlich alle Länder von Europa, Asiaund Amerika, die unter dem Polarzirkel und noch nördlicher liegen, zu ihrem Wohnsitz. Zim-mermann 17) meint, daß Büffon die Rennthiere in einen zu kleinen Raum eingeschränkthabe, weil sie nach den Bemerkungen des berühmten Pallas in Tatarien unter dem 50 GradNorderbreite gefunden werden. Gmelin traf sie im Tungutschen Gebiete unter dem 56 Grad,und Martens in Spitzbergen, das ist, unter dem 8osten Grad an.In Amerika und besonders in Canada, welches schon unter dem 40sten Grad liegt, nenntman sie Caribou und dies ist vielleicht die Ursache, warum der Caribou im Thiergartendes Herzogs von Richmond neun oder zehn Monate hat leben können, so wie man aus Alla-mands Beschreibung 18) sieht, welcher zugleich das nach der ihm vom Herzog zugeschicktenZeichnung gemachte Kupfer beygefügt hat.§. 2.14) Syst. Nat. Ed. XII. Cervi Sp. 4. S. 93.15) Versuch einer Naturhist. von Norwegen 2ter Th. S. 21.16) Eb. S. 89.17) Spec. zool. Geogr. S. 285.18) Eb. S. 50. Col. 2. Kupf. 3.