Das Oberkieferbein hat auf beyden Seiten sieben Backenzähne, welche Zahl auch vom Al-lamand und Sparrmann erkannt wird.Der Unterkiefer, wie man aus der dritten Figur des sechsten Kupfers sehen kann, ist ziem-lich schwer, und durch O. A. so sehr in den Oberkiefer gelenkt, daß er nur wenig seitwärts be-wegt werden kann. Auch wird dies von den Backenzaͤhnen verhindert, wie besonders aus der er-sten Figur des sechsten und aus der dritten Figur der siebenten Kupfers erhellet. Die oberstenBackenzähne schießen wenigstens so sehr an beyden Seiten über die untersten hin, daß sie dieSeitenbewegung des Unterkiefers gänzlich verhindern, und ein deutlicher Beweis sind; daß die-ses Thier die Speisen zerschmettert und nicht zermalmt. Diese Muthmaßung hat jetzt Sparr-mann bestätigt. Er fand wenigstens in dem Magen des Thiers zerkäuete Wurzeln und Zwei-ge, welche ein Fingerglied groß waren. Er entdeckte sogar die stachlichte Stapeliapflanzedarunter.Ueberdem wird noch diese Seitenbewegung durch die querstehende Höle in dem Fortsatz I.des Jochbeins, welcher mit einem scharfen Gelenkknopfe bis in L herunterschießt, verhindert.Der Unterkiefer hat auch vorne keine Zähne, wie man im Profil desselben (Fig. 3. KupfVI. r) und vornemlich in der Zeichnung von vorne (Fig. 3. Kupf. 7) sehen kann.Allamand und Sparrmann versichern beyde, daß der Rhinoceros vorne keine Zähne habe.§. 8.Die Zähne des Rhinoceros fordern eine genauere Beschreibung, weil man noch keine Gele-genheit in Europa gehabt hat, den Schedel genau zu untersuchen.Linné sagt nur: „Sie haben unten und oben zwey weit voneinander entfernte undstumpfe Schneidezähne: (dentes primores utrimque duo remotissimi, obtusi) 72). Dau-benton ist in Rücksicht der Zahl etwas aufmerksamer gewesen; denn er giebt dem Nashorn 28Zähne,F 372) Syst. Nat. Eb. gen. 36. S. 104.
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Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
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45
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