Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
Seite
118
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Der Eingang in Hellas durch Trechin ist, wo er amschmälsten, ein halbes Plethrum breit. Doch ist diesnicht überhaupt die schmälste Stelle der Landenge 5denn deren giebt es zwey. Die eine hinter Thermo-pyle bey Alpene; die andre vor Thermopyle, bey demPhönixstrom, in der Nähe der Stadt Anthele. Beydesind so schmal, dafs nur für einen Wagen zur Durch-fahrt Raum bleibt. Zugleich erhebt sich im Westenvon Thermopyle, ein unzugängliches, hohes, steiles Ge-birge, welches sich bis an den Oeta erstreckt. Im Ostendes Weges aber sind das IVIeer und Moräste.

Gleich beym Eintritt in diesen l'afs findet manwarme Quellen, von den Einwohnern Chytren {Kessel),genannt; auch hat man daselbst dem Herakles einenAltar errichtet. Hier steht eine Mauer, welche ehe-mals Thore halte, und durch die l'hoceer, aus Furchtvor den Thessalern, als diese sich aus Thesprotien nachAeolis zogen, welches sie auch jetzt noch besitzen, andieser Stelle erbaut worden war. Denn die Thessalerhatten einen Versuch gemacht, sie zu unterjochen, unddie Phoceer suchten sich deshalb auf diese Weise ge>gen sie in Sicherheit zu setzen, indem sie zugleich dasWasser der warmen Quellen in den Eingang des Tha-ies leiteten, um die ganze Gegend in einen Sumpf zuverwandeln, und den Thessalern auch dadurch jedenAngriff auf ihr Eand zu erschweren. Jene Mauer waraber schon sehr alt, und der gröfste Theil derselbendurch die Zeit zerstört. Daher richteten die Hellenensie jetzt von neuem wieder auf, und waren entschlos-sen, den Barbaren hier das weitere Vordringen nach