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Neuntes Kapitel.
i72Die Thessaler traten anfangs nur nothgedrungen . aufdie Seite der Perser, und zeigten, dafs ihnen das Ver-fahren der Alevaden keineswegs gefiel. Denn sobaldsie erfuhren, dafs der Perser nach Europa hinüber kom-men wollte, schickten sie Gesandte auf den Isthmus,wo der Rath von Hellas, gewählte Männer aus denbesser gesinnten Städten, versammelt war, und redetenbey ihrer Ankunft dort, wie folgt: „Der Pafs beym„Olympus, ihr Hellenen, mufs vor allen Dingen be-„setzt werden, um Thessalien und ganz Hellas wider„ den Krieg sicher zu stellen. Wir sind bereit, eben-falls Leute hin zu senden; aber auch ihr müfst unsmit einem beträchtlichen Heere zu Hülfe kommen.„Werdet ihr dies nicht thun, so wifst, dafs wir mit„den Persern in Unterhandlung treten müssen, da es„unbillig ist, dafs wir, die wir jedem ersten Angriffe„ausgesetzt sind, uns für die übrigen Hellenen in das„Verderben stürzen sollen. Wollt ihr uns keine Hül-„fe senden, so dürft ihr uns eben so wenig zwingen,„uns für euch übrige aufzuopfern; denn das Unvermö-„gen legt den härtesten Zwang auf. Wir aber wer-„ den uns dann auf eine andre Weise zu retten suchen."
173 So sprachen die Thessaler. Die Hellenen aber be-schlossen, eine Abthe'ilung ihres Fufsvolks zur See nachThessalien zu senden, um jenen Pafs zu besetzen. So-ll a