109
sylcern, Sardonern und Kyrniern, uöter der Anführungdes Amilkar, des Annons Sohn, des Königes der Kar-chedonier, nach Sicilien geführt hätte. Zu diesem Zu-ge hatte Terillus den Amilkar, kraft des zwischen ih-nen bestehenden Bündnisses der Gastfreundschaft, ver-mocht; noch mehr aber durch den Eifer, welchen derTyrann von Rhegium Anaxiles, des Kretines Sohn, derdem Amilkar seine Kinder als Geifsel ausgeliefert hat-te, für die Unternehmung bewiefs; und hatte ihn, umseinen Schwiegervater zu rächen, nach Sicilien geführt.Denn Terillus hatte die Tochter des Anaxiles, Kydip-pe, zur. Ehe. Diese Umstände, sagen sie, hinderten denGelon, den Hellenen zu Hülfe zu eilen, und bewogenihn, den Kadmus mit Geschenken nach Delphi zusenden.
166 Ueberdies en'.älilen sie auch, die Schlacht, in wel-cher Gelon und Theron den Amilkar von Karchedonienbesiegten, wäre an demselben Tage vorgefallen, an wel-chem die Hellenen den Terser bey Salamis zur Seeschlugen. Amilkar aber, der von väterlicher Seite ausKarchedon, von mütterlicher hingegen aus Syrakus ab-stammte, und welchem seine Tapferkeit die Herrschaftüber die Karchedonier erworben hatte, sey nach derSchlacht, als er sein Heer auf der Flucht gesehen bat*te, verschwunden. Er sey nämlich niemals weder un-ter den Tpdten noch unter den Lebendigen wieder zumVorschein gekommen, obgleich Gelon sich alle ersiun-liche Mühe gegeben, ihn ausfüudig zu machen.
167 Die Karchedonier selbst berichten über diesen letz-tem Vorfall nachstehende Vermuthung. Die Barbaren