Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
Seite
102
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In einem Kriege wider die Sicilianer vor der Stadt ITy-bla das Leben verlor, nahm sich Gelon zum Schein sei-ner Söhne Euklides und Kleander, welchen ihre Mit-bürger den Gehorsam versagten, an. Doch brauchteer dies nur zum Deckmantel seiner Absichten. Dennnachdem er die Geloer in der Schlacht besiegt h:;tte,raubte er den Söhnen des Hippokrates die Herrschaft,und riis sie an sich. Darauf führte er diejenigen un-ter den Syrakusanern, welche man gemeiniglich Gamo-ren nennt, und die durch die Syrakusaner und ihre,Kyllyrier, genannte, Sklaven vertrieben worden waren,von der Stadt Kasmene nach Syrakus zurück, undbrachte diese Stadt in seine Gewalt, welche ihm beyseiner Annäherung der Demos, so wie sich selbst, frey-willig überlieferte.

Sobald Gelon Syrakus in seiner Gewalt sah, achte-156te er wenig mehr auf Gela, und überlieis dies seinemBruder Hieron. Er selbst herrschte in Syrakus , wel-ches ihm alles in allem war, und diese Stadt schwangsich schnell zu einem blühenden Zustande empor. Umsie zu heben, führte er alle Kamarinäer nach Syrakus,und gab ihnen dort das Bürgerrecht, nachdem er Ka-marilla selbst zerstört hatte. Eben so machte er es mitder Hälfte der Bürger von Gela. Dann belagerte erdie Megareer in Sicilien, führte, als sich die Stadt er-gab, die Reichen, welche, da sie den Krieg eigentlichangefangen hatten, ihrem Verderben entgegen sahen,nach Syrakus, und gab ihnen dort das Bürgerrecht;den Demos hingegen, welcher keine Schuld an demKriege hatte und deswegen auch keine schlimme Be-