Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
Seite
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Bewohner jener Gegend das Verderben hätte treffensollen. Der Gott aber habe dabey die Feinde im Sin-ne gehabt-, und nicht die Athenienser, wenn man an-ders das Orakel recht verstehen wollte. Deswegenwäre sein Rath, dafs man sich zu einem Seekriege rü-sten sollte, weil die Flotte die hölzerne Mauer sey.

Die Alhenienser erklärten hierauf, dafs die Deu-tung des TheruistoMes der der Orakelausleger, die vonkeinem Seekriege hören wollten, und verlangten, mansollte das Land, ohne einen Schwerdtstreich zu thun,verlassen, um einen neuen Wohnort aufzusuchen, vor-zuziehen sey.

Schon früher hatte Themistokles den Atheniensemi44einen ungemein nützlichen Rath eitheilt. Es warennämlich in dem öffentlichen Schatze beträchtliche Sum-men vorräthig, die man aus den Bergwerken von Lau-rium gewonnen halte; und es war schon beschlossen,dafs dieses Geld unter alle erwachsene Bürger vertheiltwerden sollte, wobey auf den Kopf zehn Drachmengekommen seyn würden. Themistokles vermochte dieAlhenienser da/,u, jene Verllieilung nicht vorzunehmen,und statt dessen für dasselbe Geld zweyhundert Schiffezu bauen, um sie zu dem Kriege wider die Aeginetenzu brauchen. Dieser Krieg also, welcher in jenen Zei-ten geführt ward, rettete Hellas, weil er die Athenien-ser zwang, eine Seemacht zu werden. Die Schiffe aberwurden damals nicht für den Zweck gebraucht, für densie gebaut waren, und kamen jetzt erst Hellas zu stat-ten. Die Athenienser mufsten indessen aufser diesen,welche schon vorräthig waren, noch andere hinzu