Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
Seite
81
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Sache wohl kundig waren, mit folgenden Worten:Der l'eneus, o König, hat keinen andern Ausfluß indas Meer als diesen; denn ganz Thessalien umschliefstein Kranz von Gebirgen." Hierauf soll Xerxes ge-antwortet haben:Die Thessalier sind in der That ge- scheute Leute. Denn sie haben sich nicht mit ün- recht bey Zeiten vorgesehen, da sie ein so leicht undschnell zu eroberndes Land bewohnen. Wahrlich,was braucht es dazu mehr, als in der Bergspalte ei-nen Damm aufzuwerfen und dem Strom den Ausflufs

Pindus , >i«<l im Mittag durch den Qlhrys eingeschlos-sen, und gleicht dadurch einem Kessel. Sie wird durchviele Strome bewässert, von denen die berühmtesten fol-gende sind : Der Peneul, Apidanus, Onochonus, Enipeui,und Pamisus. Alle diese vereinigten sich in dem, durchdie eben erwähnten Berge gebildeten Thale (Thessalienszu einem Strome, der sich durch jenen einzigen Auswegin das Meer ergiefst. Nachdem sich die genannten Strö-me aber vereinigt haben, raubt der Penens den übrigenihren Namen, und herrscht mit dem seidigen über alledies Wasser. Ehemals, sagt man, bevor noch jene Berg-spalte und der Ausflufs in das Mec-r vorhanden war,strömten diese Flüsse nicht minder wie jetzt, und aus-serdem noch der See Boibeis, welcher damals nur nichtseinen gegenwärtigen Namen führte; und der Zusam-xnenilut's dieses Wassers machte ganz Thessalien zu einemSee. Die Thessalier selbst behaupten: Poseidon hättedas Thal, durch welches der Peneus fließt, gemacht;und ibre Behauptung hat nichts unwahrscheinliches.Denn wer annimmt, dafs Poseidon der Urheber der Erd-beben und der daher entstehenden Spalten der Gebirgeist, kann, wenn er dies sieht, ebenfalls behaupten, Posei-don habe dieses Werk vollbracht. Denn die Gebiri'sspal-te scheint mir die Wirkung eines Erdbebens zu seyii.III. B. F