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Krestonier entspringt, durch Mygdonia strömt, und sichin einen über dem Axiusstrom gelegenen Sumpf ergiefst.
125 Während das Heer diesen Weg verfolgte, griffenLöwen die lastführenden Kamele an, indem sie ihreLagerstätten verliefsen, und sich bey Nacht dem Hee-re nahten. Weder auf Menschen noch andere Lasttlne-re machten sie Jagd, sondern zerrissen allein die Kame-le. Und allerdings ist es sonderbar, dafs die Löwendiese angriffen und der andern Lastthiere schonten, dasie doch nie zuvor Kamele weder gesehen noch geko-stet hatten.
126 Man findet in dieser Gegend sehr häufig Löwen,und wilde Ochsen mit außerordentlich grofseh Hör-nern, die auch nach Hellas kommen. Die Löwen Jial-ten sich aber zwischen dem durch das Land der Abde-riten strömenden Nestus, und dem Achelous in Akar-nanien. Denn über den Nestus hinaus, gegen Osten,hat man nie in Europa einen Löwen gesehen, so we-nig als jenseits des Achelous, im Westen des festenLandes; denn er hält sich allein zwischen jenen bey-den Strömen auf.
127 Als Xerxes bey Therma anlangte, liefs er sein Heerdort lagern. Es nahm dabey dem Meerufer entlahgS dieLandschaft ein, welche sich von Therma und Mygdo-nia bis an die Ströme Lydis und Aliakmon, die bis zuihrem Zusammenflufs die Grenzscheide zwischen Bot-tiais und Macedonien machen, erstreckt. Hier lagerten dieBarbaren. Von den genannten Strömen halte der einzige,aus dem Krestonerlande fliefsende Echidorus nicht Was-ser genug für das Heer, sondern ward ganz ausgeschöpft.