Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
Seite
76
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Vieh, welches sie auffinden konnten; und aufserdem,in Ställen und Teichen, Land- und Wasservögel, um(las Heer damit zu speisen. Dann liefsen sie goldeneund silberne Becher, Becken und andere Gefäfse berei-ten, welche man auf den Tafeln braucht. Dies letzte-re für den Konig und seine Tischgenossen allein; derBest des Heeres erhielt nur Speisen. Wo der Königdann anlangte, fand er überall ein Zelt bereit, unterwelchem er übernachtete, während sein Kriegsvolk sichunter freyem Himmel lagerte Kam dann die Stundedes Mahles, so beeiferten sich die Bürger der Stadt,ihre Gäste auf das pünktlichste zu bedienen. Dieseaber sättigten sich, brachen, nachdem sie die Nachtdort zugebracht hatten, am folgenden Morgen das Zeltab, und schleppten alles daraus mit sich, ohne irgendetwas zurück zu lassen. So zogen sie weiter.

Unter diesen Umständen äufserte Megakreon, ausizoAbdera, seine Meynung auf eine geschickte Weise.Er rieth nämlich den Abderiten : sie sollten sämmtlich,Männer und Weiber, zugleich ihre Tempel besuchen,und sich als Flehende in denselben niedersetzen, umdie Götter zu bitten, auch in Zukunft alles Ungemachvon ihnen abzuwenden; und ihnen für ihre bisherigenWohlthaten den gröfsten Dank zu bezeugen. Dankensollten sie nämlich dafür, dafs König Xetxes nur ein-mal täglich zu speisen pflegte; denn hätte er eben so-wohl zu Mittag als zu Nacht zu speisen begehrt, sowürden die Abderiten sich genöthigt gesehen haben,entweder ihre Stadt zu verlassen, ohne den Xerxes zuerwarten; oder sich, falls sie geblieben wären, der