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keit. Der König bezeigte groTses Wohlgefallen amKampfe sowohl als an der ganzen versammelten Macht.
45 Er pries sich glücklich, indem er den ganzen Helles-pont mit Schiffen, und alle Ufer und die Ebenen vonAbydii-s mit Menschen bedeckt sah. Gleich darauf aber
46 weinte er. Diese Thränen bemerkte seines Vaters Bru-der, Artaban, derselbe, welcher schon früher die Unter-nehmung gegen Hellas mit so vieler FreymüthigkeitWiderrathen hatte, und sprach : ,, Wie sehr verscbieden,„o König, ist dein gegenwärtiges Betragen von deinem,,nächst vorhergehenden! Eben erst priesest du dich„glücklich, und jetzt weinst du." „Mich überwältig-te der Jammer, antwortete der König, indem ich über„ die Kürze des menschlichen Lehens nachdachte ; da„von allen diesen tausenden, nach einem Jahrhunderte,„kein Einziger mehr übrig seyn wird." Artaban er-wiederte: ,,Und dennoch müssen wir manches wäh-„rend unseres Lebens erdulden, was uns schrecklicher„scheint als selbst der Tod. Denn so kurz das Leben,„auch ist, so war doch keiner weder unterCdiesem„Heere, noch unter den übrigen Sterblichen so gluck»„lieh, dafs er nicht nur einmal, sondern schon oft ge-„'wünscht haben sollte, lieber zu sterben als länger zu„leben. Nur die Unglücksfälle, welche uns treffen,„und die Krankheiten, von denen wir befallen wer-„den, verleihen dem kurzen Leben einen Anschein,„längerer Dauer; so dafs wir den Tod, nach den vie-„len überstandenen Mühseligkeiten des Lebens, end-„lieh als ein wünschenswerthes Rettungsmittel anse-„hen; und lassen uns die Götter die Süfsigkeit des