„Kleinigkeit, mir aber eine grofse Wohlthat seyn wiir- -„de?" Xerxes, der jede andre Bitte ehe vermuthete,als diejenige, mit welcher der Mann sich ihm nahte,verspracht sie zu erfüllen, indem er ihn aufloderte, ihmsein Begehren kund zu thun. Als Pythius dies ver-nommen hatte, fafste er Muth und sprach: „Herr, ich„habe fünf Söhne; alle diese trifft das Loos, dafs sie„mit dir gegen Hellas in den Krieg ziehen müssen. Du„aber nimm Rücksicht auf mein hohes Alter, und„sprich den ältsten von dem Kriegsdienste frey, damit„er mich pilegen und meine Güter verwalten könne.„Die übrigen viere nimm mit, vollführe, was du vor-„hast, und kehre unter uns zurück."39 Sehr erzürnt erwiederte Xerxes: „Wie, du Ver>
„worfner, du wagst es, mir von deinem Sohne zu re-,,den, der mein Sklave ist, und mir billig mit Weib„und Kind folgen sollte, da ich selbst gegen Hellas„ziehe, und meine Kinder und Brüder, meine Sklaven,,und Freunde mich begleiten müssen? Wahrlich, du,,sollst es mir nun erfahren, wie. der Muth des Men-„sehen in seinen Ohren ruht! Hören wir etwas ange-nehmes, dann verbreitet sich die Freude über unsern,*, ganzen Körper; trifft uns aber das GegentheiJ, so„überwältigt uns die Verzweiflung. Deines früheren„Betragens mochtest du dich billig rühmen, und so„auch deines Anerbietens; obgleich du nicht behaup-ten wirst, den König an Grofsmuth übertroffen zu„haben. Auch nun, da du dich so ganz unverschämt„zeigst, sollst du nicht die verdiente, sondern eine ge-ringere Strafe empfangen. Dich und deine vier jün-
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