Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
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gen beendigt waren, empörten sich im, vierten Jahredie durch den Kambyses unterjochten Aegypter, undHelen von den l'ersern ab.

Darius beschlofs jetzt, heyde Völker zu bekriegen.Doch als er schon im Begriff stand, gegen Aegyptensowohl als Alben ins Feld zu rücken, entspann sichunter seinen Söhnen ein heftiger Streit wegen derThronfolge; da er den Persischen Gesetzen zufolge sei-nen Zug nicht antreten durfte, ohne einen Nachfolgerin der Regierung ernannt zu haben. Ihm waren näm-lich, ehe er zur Krone gelangte, von seinem erstenWeibe, der Tochter des Gobryas, drey Söhne geborenworden; und nach seiner Thronbesteigung noch vierandre von der Atofsa. Unter den ersten war Artoba-zanes der ältste, unter den zweyten Xerxes; und dieUngleichheit ihrer Abkunft von mütterlicher Seite leg-te den Grund zu ihrem Zwist. Artobazanes wollte denVorzug geniefsen, weil er der ältste von der ganzenNachkommenschaft, und weil es überall unter denMenschen gebräuchlich wäre, dals der ältste Sohn auchdie Herrschaft erbe; Xerxes aber, weil er sich rühmendurfte, ein Sohn der Atofsa zu seyn, der Tochter desCyrus, dieses Begründers der Persischen Freyheit.

Darius hatte sich über diese Sache noch nicht er-klärt, als eben damals Demaratus, des Aristons Sohn,der, nachdem er seiner Königswürde in Sparta entsetztworden, lieh selbst aus seinem Vaterlande verbannthatte, nach Susa kam. Sobald dieser Mann von demStreite hörte, der unter den Söhnen des Darius obwal-tete, ging er, wie das Gerücht sagt, zum Xerxes, und