55Man künnte den Ackerbau des Süderlan-des auch dadurch noch mehr verbessern, wenn nehm-lich der Frucht=Wechsel gerade so eingerichtetwürde, als es in Siegen schon würklich aus-geübet wird; da nemlich der Siegerländer denWald abtreibt, abbrennet, die zurückgebliebeneAsche als Dünger ein= und umhacket, und zei-tig Winter-Roggen oder im Frühjahr Hafereinsäet. Diese Früchte pflegen ganz vorzüglichzu gerathen, und solcher Gestalt wird von Jahrzu Jahr der Ackergrund zu Holz, und der Holz-boden zu Ackerland umwechselt. In der Natur istdieser Wechsel ausserordentlich wohlthätig, unddaher ist begreiflich, daß die siegenschen Einwohnerbei ihrer höheren Gebirge=Laage gleichwohl vielmehrere und weit bessere Winter- und Sommer-Kornfrucht gewinnen, als die Süderländer derGrafschaft Mark.1Da indessen durch diesen Fruchtwechsel dieVerbesserung des Ackerlandes doch immer noch nichtvollkommen ist, auch die Arbeit des Kultivateursmehr vervielfachet und erweitert werden mußals wenn die Ackerkultur und Holzkultur ein jedesfür sich allein getrieben wird, weil in diesem Fallder Boden weniger dlichten Dünger, und inden Bestandtheilen der Erde auch weniger ver-bes-
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