29Da indessen dem Süderlande hinauf noch einweiteres Amphitheater höheren Gebürges nachSüden und Westen zu, gränzet; so verliehrtdasselbe viele Regenwolken, welche sich von Südenund Westen her in den höheren Gebürgen bereitsvorhero gebrochen und erlediget haben, weil bekann-termassen die meisten Regenwolken aus Westenkommen. Eben so findet man hiernach auch aufder Süd und Ost=Seite vieler Berge, ganzangenehm und trocknes Wetter, da es im Ge-gentheil zu gleicher Zeit auf den andern Seitender Berge naß und kalt istSo wie sich hiernach der Regen in denGebirgen verhält, die nehmliche natürliche Ord-nung hat es auch mit dem Schnee, welcher sichnach der Wärme oder Kälte der Luft richtetund wornach man öfters bis zur Mitte der BergeSchnee fallen, ein wenig tiefer hinunter aberdie Schneeflocken in Regentropfen verwandelt sah.Auf den höchsten Bergen, besonders in derGegend des Ebbe Gebürges jenseit Lüdenſcheid,ingleichen in den Höhlungen nach Norden zu,wohin die Sonne mit ihren Strahlen nicht kom-men kann; bleibt der Schnee öfters Winter undSommer liegen; wenigstens dauert es lange Zeitim Jahre hinein, ehe er geschmolzen ist; dennin
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