Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
Seite
318
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von beyden zu thun, sondern dem festen Lande zuzu-steuern. Nachdem sie sich also zur Seeschlacht gerü-stet, die Brücken und alles übrige in Ordnung gebrachthatten, ging en s ie nach Mykale unter Segel. Da ihnenaber, indem sie sich dem Feinde näherten, niemandentgegen segelte, und sie die Schiffe innerhalb desWalles, auf dem Lande und längst dem Ufer aber eine-Menge Landtruppen vertheilt sahen, näherte sich Leu-tychides mit seinem Fahrzeuge dem Strande so vielmöglich, und liefs den Jonern folgende Worte durcheinen llserold zurufen: ,,Männer Jonieus, welche die- ser Ruf erreicht, merkt auf meine Worte; denn diePerser verstehen nichts von meiner Auffoderung.Wenn das Treffen beginnt, so seyd vor allen einge-denk der Freyheit, und demnächst unserer LosungHebe. Wer von euch meine Worte nicht vernimmt, erfahre sie von denen, die mich hörten."

Diese Auffoderung scheint denselben Zweck ge-habt zu haben, wie die des Themistokles bey Artemi-sium. Sie sollte entweder, wenn sie den Persern un-bekannt bliebe, die Joner gewinnen; oder dieselben denPersern, wenn sie davon hörten, verdächtig machen.

Nachdem dies geschehen war, steuerten die Hellenen 99dem Ufer zu, stiegen ans Land und stellten sich inSchlachtordnung. Die Perser aber, als sie die Zurü-slutigen der Feinde zu einer Schlacht bemerkten, undvernahmen, wie sie den Jonern zuredeten, nahmen zu-erst den Samiern, die sie in Verdacht eines Einver-ständnisses mit den Hellenen hatten, die Waffen. Denndie Sarnier hatten Atheuiensische Kriegsgefangene, wel-