Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
Seite
316
Einzelbild herunterladen
 

die Anlcer aus, und rüsteten sich zum Treffen. DieTerser aber hatten kaum vernommen, dafs die Hellenensich näherten, so steuerten sie dem festen Lande zu,und erlaubten den Fhönizischen Schiffen gar, sich nachihrem Vaterlande zurück zu begeben. Denn nach einer

rer Mitbürger, die Sache mit dem Evcnius in Ordnungzu bringen. Diese benahmen sich dazu [auf ^folgendeWeise. Sie liefsen sich neben dem blinden Manne, dergrade auf einem Stuhle safs, nieder, und unterhieltensich mit ihm von verschiedenen andern Dingen, bis sienach und nach mitleidig seines Unglücks gedachten. Alssie so weit waren, fragten sie ihn: was er wohl fodernwürde, wenn ihm die .Apollouiaten eine Genugtuungfür das ihm zugefügte Leid geben wollten.. Evenius,der von dem Orakel nichts wufste, gab nebst zwey dervorzüglichsten Landgüter, deren Besitzer er nannte, eineWohnung an, die er als die schönste der Stadt kannte,und erklärte: dafs, wenn er dies erhielt, er gegen seineVaterstadt nicht weiier zürnen, und sich mit dieser Ge-nuglhuung beruhigen -würde. Seine Gesellschafter erwie-derten:Dic^e Gcnugthuung, Evenius, geben dir dieApollonier, dem Befehl des Orakels genjiifs." Als erdarauf die Begebenheit umständlich erfuhr, und wie manihn betrogen hatte, ward er schrecklich zornig; jene aberk»uften von den gegenwärtigen Herren die Landgüterund das begehrte Haus. Und gleich darauf äufserto sichin ihm die Gabe zu weissagen, die ihm einen grofsenRuhm erwarb.

Dieses Evenius Sohn war joner Deiphonius, der den 95Hellenen wahrsagte. Die Korinlhier hatten ihn mit nachDolus gebracht. Doch hat man mir auch erzählt, Dei-phonius habe sich falschlich für einen Sohn des Eveniusausgegeben, der er im Grunde nicht war ; und doch seyer nur aus dieser Piücksicht von den Hellenen gebrauchtworden.