Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
Seite
267
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wandten, bemerkten sie den Vorfall noch nicht. Alssie aber standen, vermifsten sie ihren Feldherrn augen-blicklich, da sie niemand ordnete; und stürzten nun,indem sie sich einander wechselseitig Muih zusprachen,alle zugleich auf den Feind ein, um ihm den Leichnamwieder abzunehmen.

23 Sobald die Athenienser bemerkten, dafs die ganzeReuterey nun auf einmal, und nicht mehr in einzelnenSchwadronen wie zuvor, gegen sie anruckte, liefen siemit lauter Stimme den übrigen Theil des Heeres zurHülfe heibey. Während darauf das ganze Fufsvolkhinzu eilte, entstand ein heftiger Kampf um den Leich-nam j so lange die dreyhundert allein fochten, zogensie bey weitem den kurzem, und mufsten von demErschlagenen zurück weichen. Als aber ihnen die Men-ge jetzt, zu Hülfe kam, widerstand auch die Reutereynicht länger; sie vermochte den Leichnam nicht weg-zunehmen, und yerlor noch zudem mehrere von ihrenGefährten. Sie wich also eine Strecke von zwey Sta-dien zurück, berathschlagte sich, was zu thun sey, undbeschlofs zuletzt, da sie doch keinen Anführer mehrhätte, zum Mardonius zurück zu kehren,

24 Bey ihrer Ankunft im Lager erhob das ganze Heer,Und vor allen Mardonius eine schreckliche Wehklageum den Masistius. Sie schoren sich, ihre Pferde undLastthiere; und ein unendliches Geschrey erfüllte dieLuft; das Echo herrschte über ganz Böotien, Dennsie hatten den Mann verloren, der nach dem Mardo-nius bey allen Persern, so wie beym Konige selbst, diegröfste Achtung genofs.