Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
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224
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nen Themistokles Geld abfoderte; doch gaben sie esihm nicht. Themistokles stellte ihnen nämlich vor,wie die Athenienser durch zwey mächtige Gottheiten,die Teitho (Ueberredung) und Anangkaia (Zwang), un-terstützt zu ihnen kämen; sie möchten also keinen An-stand nehmen, das Geld herzugeben. Die Andrier er-wiederten hierauf: Mit Recht sey Athen grofs undmächtig, und blühend unter dem Schutze solcher Gott-heiten. Die Andrier hingegen besäfsen nur ein über-aus kleines Land, welches überdies zwey schädlicheGottheiten bewohnten, die es nimmer verliefsen: dieArmuth nämlich und das Unvermögen. Ihrem Schutzvertrauend würden sie das Geld nicht hergeben ; denndie Macht der Athenienser würde nie etwas wider ihrUnvermögen ausrichten können. Als sie dies geant-wortet, und das Geld nicht gaben, wurden sie be-lagert.

Themistokles, von unersättlicher Habsucht beses-nssen, sandte dieselben Boten mit ähnlichen Aufträgenauf die andern Inseln, und versuchte durch DrohungenGeld von ihren Bewohnern zu erpressen. Denn er liefssie auf den Fall der Weigerung fürchten, dafs er dieHellenische Macht gegen sie lenken und ihre Städtedurch förmliche Belagerung zur Uebergabe zwingenwürde. Durch solche Mittel erhielt er grol'se Summenvon den Karystiern und Fariern, die, sobald sie hörten,dufs die Andrier wegen ihres den Persern bezeigtenWohlwollens belagert würden, und dafs Themistoklesgegenwärtig unter allen Hellenischen Feldherren den

gröfsten