205
Flotte der Hellenen dreyhundert und achtzig Schiffestark; denn zwey hatten noch gefehlt, um diese Zahlvoll zu machen.
8g Da die Hellenen der Aussage der Tenier endlich
trauten, so rüsteten sie sich nun zur Schlacht. DerMorgen dämmerte ; man sammelte die Mannschaft vonden Schiffen, und Themistokles ermahnte die Seinigen,sich überall flut zu halten; Der Inhalt seiner Redewar, eine Gegeneinanderstellung rühmlicher und schlech-ter Handlungen, und er foderte sie auf, von allem, wasihr Geist oder die Umstünde ihnen rathen würden, im-mer das Rühmlichste zu wählen. Hiemit sohlofs erseinen Vortrag, und befahl ihnen, ihre Schiffe zu be-steigen. Während sie seinen Befehl vollzogen, kam dieTriere, welche man nach Aegina zu den Aeaciden ab-gesandt hatte, zurück, und nun lichtete die ganze Flot-te die Anker, um den Kampf zu beginnen.
84 Sobald sie die Ufer verlassen hatten, griffen die
Baibaren zuerst an, und die Hellenen ruderten ihreSchiffe nach dem Ufer zurück. Aminias aber, aus Pal-lene in Attika, liefs sein Schiff vorrücken, und griffein Barbarisches an. Diese beyden Schiffe geriethendarauf so fest an einander, dafs man sie nicht mehr lö-sen konnte; und nun kamen die übrigen Schiffe demAminias zu Hülfe, und der Kampf waid allgemein.Wenigstens erzählen die Athenienser so den Anfangdes Treffens; die Aegineten hingegen erzählen: dasSchiff, welches man zu den Aeaciden nach Aegina ge-schickt hatte, habe den Kampf begonnen. Noch andereerzählen: eine weibliche Gestalt sey erschienen, und