193
Viertes Kapitel.
65 jDikeus, des Theokydes Sohn, ein verbannter Atheni-enser, welcher bey den Medern damals in grofsem An-sehen stand, hat folgendes ausgesagt. Während Ani-ka, von den Atheniensern verlassen, durch die Barbarenverheert ward, befand er sich einst mit dem Lacedä-monier Demaratus auf der Thriasischen Ebene, und sah,dals in der Gegend von Eleusis sich ein Staub erhob,als waren drey Myriaden Menschen von dorther irrtAnzüge. Während sie sich gegenseitig'ihre Verwun-derung darüber mittheilten, woher die Menschen kom-men mochten, vernahmen sie in demselben Augenblickeeinen Ruf, welchen Dikeus für den mystischen Jakchuserklärte. Demarat war der Eleusinischen Geheimnisseunkundig, und fragte, was der Ruf bedeute. Jeneraber erwiet'erte: „Demarat! es leidet keinen Zweifel,„<iafs dem Heere des Königes ein grofser Unfall bevor-, steht. Denn da Attika in diesem Augenb'icke ganz„verödet ist, so mufs die Stimme offenbar von einer„Gottheit herrühren, welche den Atheniensern und ih-,, reu Bundsgenossen von Eleusis aus Rache verkündigt.„Wendet sie sich gegen den I'eloponnes, so drohet, dem Könige und seiner Landmacht von dort her Ge-fahr j wendet sie sich aber gegen die Flotte bey Sala-,iru.s,-.^o steht der Seemacht des'Xerxes ihr Untergang„bevor. Dieses Fest feyern die Alhenienser jährlichIII. 15. N