schweigen, der keine Vaterstadt mehr hätte, und woll-te nicht zugeben, dafs Eurybiades die "Versammlungüber den Vorschlag eines Mannes stimmen liefse, derohne Vaterland wäre. Dies sagte er, weil Athen da-mals schon erobert und in den Händen der Perser war.Themistokles aber sprach nun mit vieler Heftigkeit,gegen den Adimant sowohl als gegen die'Korinthierüberhaupt, und zeigte, dafs seine Vaterstadt, so langesie zweyhundert Schiffe mit eigenen Bürgern beman-nen könnte, gewifs mächtiger wäre als Korinth; daüberhaupt kein Hellenischer Staat sich einem Angriff
62 der Athenienser mit Erfolg widersetzen könnte. Dannwandte er sich wieder gegen den Eurybiades, und sag-te ihm noch folgende strengere Worte: „Bleibst du„hier, so wirst du dich als einen wackern Mann zei-„gen; verläfst du aber Salamis, so wird Hellas dir sein, Verderben danken. Denn das Schicksal dieses Krie-„ees hängt von dem Schicksal unsrer Flotte ab. Dar-„um folge meinem Rathe, und thust du es nicht, so„schiffen wir unsere Hausgenossen ein, und begeben„uns nach Siris in Italien, welches uns schon seit lan-„ger Zeit gehört, und wo wir, wie ein Götterspruch„uns offenbart hat, ohnenin einen Staat gründen sollen.„Seht ihr euch dann von solchen Bundsgenossen ver-fassen, so werdet ihr schon an meine Wortedenken."
63 Auf diese Aeufserung des Themistokles trat Eury-biades seinem Vorschlage bey, wie ich glaube, weil eiin der That fürchtete, die Athenienser möchten sie ver-lassen, wenn er die Flotte an den Isthmus führte, und