Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
Seite
164
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Sobald Skyllias die Hellenische Flotle erreicht hal-te, benachrichtigte er augenblicklich die Befehlshabervon dem vorgefallen Schiffbruch, und von der Ab-fahrt jeuer zweylmndert Schiffe, welche die Perser umEuböa her nach dem Euripus gesandt hatten. Als die 9Hellenen dies vernahmen, berathschlagten sie sich; undvon vielen Meynungen, welche vorgehracht wurden,behielt zuletzt diese die Oberhand: dafs sie den gegen-wärtigen Tag noch an der nämlichen Stelle vor Ankerbleiben, um Mitternacht aber absegeln und der ebenerwähnten Abtheilung der feindlichen Flotte entgegen-schiffen wollten. Als aber niemand erschien, um sieanzugreifen, warteten sie die Dämmerung ab und schiff-ten dann den Barbaren entgegen, um sich mit ihnenim Gefecht und in der Geschicklichkeit des Angriffs zumessen.

Als die Streiter des Xerxes und ihre Befehlshaber 10sie mit so wenigen Schiffen herannahen sahen, hieltensie sie für toll und führten ihre Flotte mit der Hoff-nung eines leichten Sieges in den Kampf. Auch be-schlossen sie, als sie die kleine Zahl der HellenischenSchiffe bemerkten, und dagegen die Gröfse ihrer eige-nen Flotte, welche überdies noch schneller segelte, er-mafsen, voll Verachtung jene zu umzingeln. Diejeni-gen Joner, welche den Hellenen wohlwollten, fochtenungern und sahen es mit grofsem Bedauern an, wie siejetzt eingeschlossen wurden, weil sie wähnten, keineinziger von allen auf der ganzen Flotte würde ent-kommen; denn auf so schwachen Füfsen, glaubten sie,stände jetzt der Hellenische Staat. Andere hingegen,